Zermatt in der Schweiz. (Foto: SSI)
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Schweiz|16.10.2018

Höchstgelegene Seilbahn eröffnet

ZERMATT - Nach über zweijähriger Bauzeit ist in Zermatt die höchstgelegene Seilbahn Europas eingeweiht worden. Sie kann bis zu 2000 Touristen pro Stunde auf das Klein Matterhorn transportieren.

Zermatt in der Schweiz. (Foto: SSI)

ZERMATT - Nach über zweijähriger Bauzeit ist in Zermatt die höchstgelegene Seilbahn Europas eingeweiht worden. Sie kann bis zu 2000 Touristen pro Stunde auf das Klein Matterhorn transportieren.

Mit funkelnden Kristallen bestückte Bergbahn-Kabinen bringen Skifahrer und andere Touristen demnächst auf das über 3800 Meter hohe Klein Matterhorn bei Zermatt in der Schweiz. Die neue «Matterhorn Glacier Ride» wurde am Samstag eingeweiht, auch wenn der reguläre Betrieb erst am 24. November mit dem Start der Wintersaison losgeht. Die Bahn führt zur mit 3821 Metern höchstgelegenen Bergstation Europas in ein ganzjähriges Skigebiet. Bei gutem Wetter ist das nahe Matterhorn mit 4478 Metern zu sehen. Die Seilbahn mit 25 Kabinen wurde parallel zur bestehenden Pendelbahn von der Mittelstation Trockener Steg auf das Klein Matterhorn gebaut. Sie soll die Kapazität von 600 auf 2000 Gäste pro Stunde erhöhen, wie Pressesprecher Mathias Imoberdorf sagte. Die Konstruktion kostete 52 Millionen Franken und war eine logistische Herausforderung, denn die Baustelle lag auf fast 4000 Metern über dem Meer. Die Arbeiter waren zum Teil extremen Bedingungen ausgesetzt.

Rund 500 Gäste waren zur Einweihung gekommen. Nach der Segnung und der Jungfernfahrt der neuen Seilbahn stand ein Galaabend auf dem Programm. Einer der Höhepunkte war dabei der Auftritt des Hochseilartisten Freddy Nock. Vier der 25 Kabinen sind mit Kristallen prunkvoll ausgeschmückt. Alle Kabinen der Seilbahn bieten zudem einen spektakulären Blick auf die Gletscherlandschaft unter der Seilbahn, wenn der zunächst trübe Milchglasboden der Gondel nach etwa drei Minuten plötzlich durchsichtig wird. Entworfen wurden die Kristall-Kabinen vom italienischen Studio Pininfarina, das für seine Kreationen für die Luxusautomarken Maserati und Ferrari bekannt ist.

(pb)

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