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International|22.10.2018

So identifizierst du Italiener ganz einfach

Wenn man in Italien auf der Strasse ist, oder auf einer Piazza, und man vielen Leuten begegnet, gibt es diese Augenblicke, in denen einem durch den Kopf schiesst: «Das kann unmöglich ein Italiener sein!»

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Wenn man in Italien auf der Strasse ist, oder auf einer Piazza, und man vielen Leuten begegnet, gibt es diese Augenblicke, in denen einem durch den Kopf schiesst: «Das kann unmöglich ein Italiener sein!»

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Man merkt es an der Art, wie jemand seinen Cappuccino trinkt, sein Handy in der Hand hält, seine Sonnenbrille aufsetzt oder auch, wie er gestikuliert und redet. Auch wenn jemand perfektes Italienisch spricht, Cappuccino nur am Morgen trinkt und dazu noch dunkelhaarig ist, man merkt sofort, wenn jemand kein Italiener ist. Doch ist das einfach nur ein Gefühl oder gibt es kleine Dinge, auf die man achten kann? Ein erstes Beispiel findet an einer Kreuzung statt. Die Ampel für die Fussgänger ist rot, die Autos brausen über die Strasse. Es wird für die Autos rot und dann kommt der entscheidende Moment. Während alle Nicht-Italiener noch brav warten, bis es endgültig grün wird, spurten die wahren Italiener schon längst über die Strasse. Auch wenn der Mann neben dir wild gestikulierend in sein Handy spricht und immer wieder laut «Mamma!» schreit, es ist vermutlich kein Italiener. Natürlich gibt es auch immer wieder Ausnahmen, doch normalerweise kann man sich auf die Ampelszene verlassen.

Eine weitere Szene spielt sich in einem Bus ab (nicht gerade in den Stosszeiten, denn da kann man kaum atmen in einem Bus, geschweige denn sich bewegen). Man stelle sich vor, man hört plötzlich ein lautes «Permesso!» von irgendwoher, obwohl noch gar keine Haltestelle in Sichtweite ist. Das sind nämlich meistens die Touristen, die schon 5 Minuten vor der Haltestelle am Ausgang stehen müssen. Die richtigen Italiener warten, bis der Bus steht, und schreien erst dann «Permesso!». Und wenn sie es nicht rechtzeitig schaffen und der Bus schon wieder abfährt? Eine bestimmte Geste in Richtung des Fahrers und ein Ausruf reichen und der Bus hält noch mal (auch einmal mitten auf der Strasse, gehupt wird ja sowieso schon).

Das letzte Beispiel findet in ei­-ner typischen italienischen Bar statt. Wenn jemand hereinkommt und höflich zur Barista sagt: «Per me un espresso, per favore!», wird man nur komisch angeschaut. Nicht weil es falsch wäre, was man sagt, sondern weil man normalerweise nichts sagt. Man nickt der Barista einmal kurz zu und streckt einen Finger in die Luft, den langen Satz sparen die Italiener sich am frühen Morgen (die meisten fallen nämlich direkt aus dem Bett in die Bar für ihren ersten Caffè). Diese drei Bespiele waren natürlich nur ein winziger Teil von allem, richtige Italiener machen sich durch ganz viele kleine Dinge so richtig aus. Und egal wie viel Mühe man sich gibt, italienisch zu wirken, schaffen kann man es nicht, man wird als Italiener geboren, oder eben nicht.

(lr)

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