Die drei jungen Bündnerinnen wollen, dass Verpackungen der Vergangenheit angehören sollen (v. l.): Natacha Espirito Santo, Andrina Caprez und Nicole Derungs. (Fotos: ZVG)
Lifestyle
Region|20.11.2018

Hier kommt was … von «oba aba»

«ZeroWaste» – ein nach Nachhaltigkeit strebender Lifestyle, der das Ziel verfolgt, möglichst wenig Abfall zu produzieren und Ressourcen nicht zu vergeuden.

Die drei jungen Bündnerinnen wollen, dass Verpackungen der Vergangenheit angehören sollen (v. l.): Natacha Espirito Santo, Andrina Caprez und Nicole Derungs. (Fotos: ZVG)

«ZeroWaste» – ein nach Nachhaltigkeit strebender Lifestyle, der das Ziel verfolgt, möglichst wenig Abfall zu produzieren und Ressourcen nicht zu vergeuden.

Was von einigen als unmöglich und verrückt abgetan wird, ist für Natacha Espirito Santo zum Alltag geworden – und nun sogar zur Geschäftsidee.

Voraussichtlich im November öffnet ihr ZeroWaste-Ladencafé «oba aba» in der Churer Altstadt seine Türen und lässt die ersten Produkte aus den Abfüllstationen kullern.«oba aba» soll ein Ort der Entschleunigung und des be wussten Konsumierens werden. Die angebotenen Produkte sind saisonal, regional und biologisch produziert. In Chur und Umgebung bisher einmalig: Eingekauft wird ganz nach der Philosophie «ZeroWaste» – ohne unnötige (Plastik-)Verpackungen also. Die Ware wird aus den eigens dafür hergestellten Abfüllstationen in die mitgebrachten Gefässe oder die vom Laden zur Verfügung gestellten Gläser gefüllt.

Natacha Espirito Santo: «Ein Produkt lässt sich im Idealfall wieder in einen zirkulären Kreislauf einfügen. Kann man etwas Gekauftes, wie auch z. B. eine Verpackung, nicht wiederverwerten, generiert man unnötigen Abfall.»

Ein ganz logischer und simpler Gedanke eigentlich – in der heutigen Gesellschaft jedoch alles andere als die Norm. «Es ist alles eine Sache der Gewohnheit», meint Natacha. «Vor einigen Jahren war es für viele auch noch unvorstellbar, das Smartphone immer mit sich herumzutragen – und wie sieht es heute aus? Wir haben es immer bei uns.» Wieso also nicht auch immer eine Tasche für spontane Einkäufe bei sich tragen, anstatt an der Kasse wiederholt ein Plastiksäckchen kaufen?

Mit ihrem Laden möchte Natacha den Leuten die Chance bieten, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und die Möglichkeit, «zerowaste» einzukaufen, vereinfachen. Bisher sind «ZeroWaste»-Ladencafés (wie das «FOIFI» in Zürich oder die «Abfüllerei» in Basel) in Graubünden nämlich noch nicht vertreten. Das wird sich nun ändern. Natacha und ihr Team stecken zurzeit in den letzten Vorbereitungen. Natacha nimmt die Realisierung ihres Traumes und den Aufbau ihres eigenen Ladens wortwörtlich. «Vor allem das Designen und Bauen der Ladenein richtung hat relativ viel Zeit in Anspruch genommen. Doch das eigenhändige Bauen hat etwas sehr Befriedigendes an sich und macht stolz.» Natacha Espirito Santo: «Ich wollte aus meiner persönlichen Einstellung etwas kreieren. Etwas Entschleunigendes, Gesundes, Sinnvolles und Multifunktionales.»

Den Aufbau und die letzten Vorbereitungen kann man auf Instagram @obaaba_chur mitverfolgen. Das genaue Datum der Eröffnung wird noch bekannt gegeben.

www.obaaba.ch

(lk)

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