Die angekündigten Programmpunkte müssen in den kommenden zwei Monaten noch detailliert geplant werden.  (Foto: ZVG)
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Liechtenstein|23.11.2018 (Aktualisiert am 23.11.18 14:14)

Noch zwei Monate bis zum 300. Geburtstag

VADUZ - Heute in genau zwei Monaten erfolgt der Startschuss für die Feierlichkeiten anlässlich des 300. Jubiläums Liechtensteins. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange.

Die angekündigten Programmpunkte müssen in den kommenden zwei Monaten noch detailliert geplant werden.  (Foto: ZVG)

VADUZ - Heute in genau zwei Monaten erfolgt der Startschuss für die Feierlichkeiten anlässlich des 300. Jubiläums Liechtensteins. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange.

Die grossen Programmpunkte für die Geburtstagsfeier des Landes stehen bekanntlich schon lange fest. Zwei Monate vor dem grossen Tag geht es nun aber darum, die Detailplanung in allen Bereichen durchzuführen. «Wir sind derzeit daran, dafür zu sorgen, dass am 23. Januar alle ‹Zahnrädchen› sauber ineinandergreifen», erklärt Michelle Kranz, Geschäftsführerin von Liechtenstein Marketing, gegenüber dem «Volksblatt». Gerade erst diese Woche seien die Gewinner der Verlosung für die gesamthaft 150 Doppel-Tickets des offiziellen Festaktes im SAL bekannt gegeben worden. Zudem laufe heute Abend der Anmeldeschluss für den Geburtstagsmarsch zum Scheidgraben aus. Bislang seien für den Marsch rund 500 Anmeldungen eingegangen. Laut Kranz zeige die Anzahl an Anmeldungen deutlich, dass die Vorfreude in der liechtensteinischen Bevölkerung langsam aber sicher steigt: «Es zeigt uns, dass die Bewohner Liechtensteins ein Teil dieses besonderen Tags sein wollen.»

Das Hauptaugenmerk der Feinplanung liege aber auf dem 23. Januar. Wie Michelle Kranz schildert, müssen im Vorfeld Videos produziert werden, die dann am Festakt im SAL und auf dem Landeskanal gezeigt werden. Nur die Abstimmung aller involvierten Personen und Partner würden einen reibungslosen Ablauf gewährleisten. «Selbstverständlich werden wir im Vorfeld alles proben, sodass die Feinabstimmungen für den 23. Januar bei allen sitzen», betont Kranz.

Zum grossen Festakt im SAL sind neben 300 Personen aus der Bevölkerung auch internationale Ehrengäste und Staatsoberhäupter der Schweiz, Österreich und Deutschland eingeladen. So erwarte man am 23. Januar laut Michelle Kranz beispielsweise Ueli Maurer, Alexander Van Der Bellen und Frank-Walter Steinmeier. Insgesamt werden für die Veranstaltung etwa 1000 Gäste erwartet, denn auch die Marschteilnehmer werden anschliessend zum SAL kommen.

Auch bezüglich der Einsendungen für den Liechtenstein-Song gebe es Anlass zur Freude: «Es werden fortlaufend neue Beiträge bei uns eingereicht. Diese kommen aus den verschiedensten Musikrichtungen», stellt Michelle Kranz fest. Vorschläge können noch bis am 17. Dezember eingereicht werden. Am 18. Dezember beginne dann die Jurywertung und etwa einen Monat später, am 15. Januar, die Bewertung durch das Publikum. Das dauere laut Kranz dann bis zum 15. Februar. «Ende Februar verkünden wir dann den oder die Gewinner», fügt sie hinzu.

Mehr über das Land erfahren

Auch die Umsetzung der Augmented-Reality-App «LIstory» sei inzwischen fortgeschritten. Das bestätigt Michelle Kranz: «Die Auswahl von 135 historischen Stätten und Ereignissen, die durch die App erlebbar gemacht werden, ist abgeschlossen.» Bis Ende Januar sollen die Inhalte dann alle im Content-Management-System der App erfasst sein. Dafür sei eine enge Zusammenarbeit mit dem Liechtenstein-Institut, den Gemeinden sowie dem Landesarchiv unerlässlich. Umgesetzt wird die App in Zusammenarbeit mit dem Schweizer App-Entwicklungsunternehmen Bitforge. «Der Liechtenstein-Weg ist sozusagen der rote Faden, der die geschichtlichen Inhalte der App ‹LIstory› physisch miteinander verbindet», erklärt Kranz. Die Wegführung und die Standorte für die physische Signalisation des Liechtenstein-Wegs seien in der Zwischenzeit schon fast alle in Absprache mit den Gemeinden definiert. Die Einweihung des Wegs und der App wird am 26. Mai stattfinden. Hierzu zieht Michelle Kranz folgendes Fazit: «Ich darf sagen, dass wir wie geplant in der Projektumsetzung fortschreiten.»

Ein Genuss für Kunstliebhaber

Ab September folgt eine weitere Besonderheit: Im Kunstmuseum werden Kunstgegenstände aus den Fürstlichen Sammlungen zu sehen sein. «Das Einmalige dieser Ausstellung wird sein, dass Werke der Fürstlichen Sammlungen in einen Dialog mit Werken der staatlichen Kunstsammlung, der Hilti Art Foundation und der Sammlung Batliner treten», erläutert Michelle Kranz. Die Ausstellung wird vom 19. September bis zum 23. Januar 2020, also genau ein Jahr nach Beginn der Feierlichkeiten, dauern.

Mehr zum Programm unter: www.300.li.

Kulturmini­sterin Aurelia Frick (Foto: Michael Zanghel­lini)

«Liechtenstein ‹metanand› weiterbringen»

Kulturministerin Aurelia Frick freut sich sehr auf die Programmpunkte des nächsten Jahres und erhofft sich eine ausgelassene Atmosphäre in der Bevölkerung.

«Volksblatt»: Das Programm zum 300-Jahr-Jubiläum hat auch kulturell einiges zu bieten. Worauf freuen Sie sich als Kulturministerin am meisten?
Aurelia Frick: Ich freue mich generell sehr auf das Jubiläumsjahr. Ich erinnere mich gut an die Jubiläumsjahre zu 300 Jahre Unterland und 300 Jahre Oberland oder 200 Jahre Souveränität. Die Feierlichkeiten sind mir gut in Erinnerung geblieben, nicht zuletzt weil die Bevölkerung bei solchen Anlässen immer ein Stück näher zusammenrückt. Wenn wir nächstes Jahr 300 Jahre Liechtenstein feiern, setzen wir dem ganzen sozusagen das Fürstenkrönchen auf. Aus kultureller Perspektive hat das Jubiläumsjahr tatsächlich einiges zu bieten. Ich tue mich schwer, da nur einen Höhepunkt herauszupicken, es sind nämlich viel mehr. Ende Februar eröffnet zum Beispiel im Landesmuseum eine grosse Ausstellung, die das Leben und die Zeit um 1719 beleuchtet. Im September bringt das TAK die Eigenproduktion «Identität Europa» auf die Bühne und kurz darauf eröffnet im Kunstmuseum eine grosse Ausstellung.

Weiss man schon mehr über die Ausstellung im Kunstmuseum? Es heisst, dass Werke der Fürstlichen Sammlungen zu sehen sein werden.
Nicht nur der Fürstlichen Sammlungen. Die Ausstellung wird Werke der Fürstlichen Sammlungen, der Sammlung der Hilti Art Foundation und der Sammlung Batliner in den Dialog mit der staatlichen Kunstsammlung stellen. Vier grosse Sammlungen aus Liechtenstein in einer Ausstellung, das gab es tatsächlich noch nie.

Sie haben das «Zusammenrücken» erwähnt. Wünschen Sie sich dies fürs 2019?
Ich wünsche mir, dass wir «metanand» Liechtenstein weiterbringen und dass eine Art Jubiläumsspirit entsteht. Ganz nach dem Motto «Wir sind 300!»

(mw)

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