Das neue noch namenlose, faltbare Smartphone von Samsung wurde an der Entwicklerkonferenz enthüllt. (Screenshot: YouTube)
Multimedia
International|30.11.2018

Samsung stellt faltbares Smartphone vor

Am 7. November präsentierte Samsung an der Entwicklerkonferenz unter anderem sein erstes Smartphone mit dem «Infinity Flex Display». Damit könnte Samsung das Rennen um das erste faltbare Telefon knapp gewinnen.

Das neue noch namenlose, faltbare Smartphone von Samsung wurde an der Entwicklerkonferenz enthüllt. (Screenshot: YouTube)

Am 7. November präsentierte Samsung an der Entwicklerkonferenz unter anderem sein erstes Smartphone mit dem «Infinity Flex Display». Damit könnte Samsung das Rennen um das erste faltbare Telefon knapp gewinnen.

Im Jahr 2019 geht es ans Falten, nicht nur Samsung, sondern auch die Konkurrenten Huawei und Apple arbeiten derzeit an ihrer Version des Smartphone-Origamis. Das Rennen um das erste faltbare Smartphone wird wohl Samsung oder Huawei für sich behaupten. Apple plant seine faltbare Variante nämlich erst auf 2020. Huawei hat derzeit bereits einen funktionierenden Prototypen, bei dem noch an einer flexibleren Bildschirmtechnologie sowie einer besseren Mechanik gefeilt wird. Des Weiteren handelt es sich bei Huawei um ein 5G-Handy, damit wären die Chinesen die Ersten, die direkt mit dem kommenden Mobilfunkstandard 5G starten. Das Falten des Smartphones ist die Innovation, auf die schon lange gewartet wird. Während sich die Hardware und Software in den vergangenen Jahren stetig verbesserten, scheinen die meisten Konsumenten trotzdem wenig Interesse zu haben, sich ein neues Telefon zu kaufen. Die Unterschiede scheinen zu gering, weswegen diese Innovation nun wieder für entsprechende Verkaufszahlen sorgen soll.
Bei der Präsentation wurde nun der funktionierende Prototyp von Samsung gezeigt. Jedoch nur sehr kurz und in Dunkelheit gehüllt, da eine offizielle Präsentation für Kunden noch folgt. Die Vorstellung hatte primär den Zweck, um von den Entwicklern Feedback einzuholen und sie darauf vorzubereiten, um entsprechende Programmierungen vorzunehmen. Die Apps sollen sich problemlos dem offenen wie gefalteten Zustand anpassen können. Das neue Gerät, dessen Name noch nicht enthüllt wurde, hat zwei Bildschirme – einen kleinen, regulären auf der Aussenseite, um es wie ein herkömmliches Smartphone zu nutzen, und einen grösseren auf der Innenseite, um es wie ein Tablet zu verwenden. Bei der Software hat Samsung direkt mit Google zusammengearbeitet.

Parallel zur Entwicklerkonferenz fand das Android Developer Summit statt, bei dem Google seine offizielle Unterstützung für faltbare Displays verkündete. Dieser soll in kommende Android-Versio­nen einfliessen, die neuen Displays sollen es ermöglichen, bis zu drei Apps parallel laufen zu lassen. Die Massenproduktion soll in den kommenden Monaten starten, ein definitiver Termin ist noch nicht bekannt. Samsung ist nun der erste grosse Hersteller, der ein faltbares Smartphone vorgestellt hat. Das Unternehmen hatte in diesem Jahr mit schwächelnden Verkaufszahlen zu kämpfen und hat damit seinen Abstand zur Konkurrenz, vor allem aus China, stark verringert. Die Zeit wird zeigen, welches Unternehmen das Smartphone-Origami für sich entscheidet und ob die Verkaufszahlen den rückläufigen Smartphone-Markt wiederbeleben können.

(red)

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