(Fotos: ISS)
Unterwegs
International|26.12.2018

Wochenendtrip nach Dublin

In Dublin kommt auf ­kleinem Raum alles
zusammen, was zur Hauptstadt einer stolzen Nation ­gehört.

(Fotos: ISS)

In Dublin kommt auf ­kleinem Raum alles
zusammen, was zur Hauptstadt einer stolzen Nation ­gehört.

Irische Kneipenkultur und die unverwechselbare Musik können nirgendwo besser als in Dublin erlebt werden. Dazu wurden die Schätze des Landes in schönen Museen zusammengetragen und prächtige Bauwerke errichtet. Rundherum lädt herrliche grüne Landschaft zu Ausflügen ein, Küstenspaziergänge bieten Erholung vom pulsierenden Nachtleben. Und noch etwas, das früher nicht selbstverständlich war: Gastronomie und Shopping sind in Dublin mittlerweile ein grosses Vergnügen. Auf der Hitliste europäischer Kurzreiseziele steht Dublin im Zeitalter der Billigflieger ganz oben. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Iren sind ein kleines Volk mit grossem Image. Menschen rund um den Globus haben zu Irland positive Assoziationen: nette Menschen mit roten Haaren, ein gemütliches Kneipenleben und Musik mit ansteckenden Rhythmen. Zumal Dublin inzwischen der Ruf vorauseilt, auch in Sachen Trend auf jeder Ebene hauptstadtmässig gerüstet zu sein – von der Architektur über Designerklamotten bis hin zu raffinierter Küche und angesagten Clubs.

Zwischen Irish Stew und Haute Cuisine

Die Zutaten sind erstklassig: Irische Gewässer liefern Austern, Garnelen und Seefisch, saftiges wiesenzartes Rind- und Lammfleisch. Und doch war die kulinarische Tradition in Irland einst so arm wie die Be­völkerung. Diese Zeiten sind seit den 1990er-Jahren vorbei. Die Dubliner wurden wohlhabender und konnten sich ein gutes Restaurant leisten. Sie reisten und fanden Geschmack an den Küchen der weiten Welt. Zuwanderer aus aller Welt brachten ihre Spezialitäten auf die Grüne Insel. Als einheimische Köche schliesslich die französische, asiatische und mediterrane Art entdeckten, hochwertige heimische Zutaten zu würzen und zuzubereiten, wurde die «moderne irische Küche» geboren.

Von wegen Kelten-Kitsch

Eine Shoppingtour durch Dublin macht Spass und ist ausgesprochen fussschonend, denn das Einkaufsviertel südlich der Liffey ist recht kompakt. Das Wichtigste liegt in der Fussgängerzone um die Grafton Street sowie in den angrenzenden Strassen westlich bis zur South Great George’s Street und östlich bis zur Kildare Street: Mode, Kunst und Schmuck für hohe Ansprüche, Bücher und CDs, Souvenirs und Lebensmittel. Ein paar Fussminuten entfernt ­liegen die kleinen Designerläden Temple Bars. Wer nicht viel Geld ausgeben will, überquert die Liffey, um in den Seitenstrassen der O’Connell Street das Passende zu finden. Hier gibt es überdachte Einkaufszentren mit Filialen grosser Ketten und preiswerte Kaufhäuser. Lediglich Anti-quitäten­jäger müssen sich ein wenig von der Stadtmitte entfernen und die Francis Street im Stadtteil The Liberties ansteuern.

Sehenswürdigkeiten der Stadt

Kleines Land – grosse Kulturgeschichte: Auf immerhin 9000 Jahre kulturelle Tradition kann die Grüne Insel zurückblicken – beste Materiallage also für die Museen der Hauptstadt. Doch die erstklassigen Sammlungen stehen nicht allein für den Reichtum der Vergangenheit, sondern zeigen auch das moderne Irland. Besondere Einblicke in irische Leidenschaften gewährt das Sportmuseum im Stadion Croke Park, eine Einführung in die irische Literatur das Dublin Writers Museum, Informationen über Stadtgeschichte die City Hall und die Dublinia. Besuchen Sie aber nur ein einziges Museum in Dublin, dann sollte die Wahl auf ­jeden Fall auf das National Museum – Archäology fallen mit seinen in irischen Mooren und Gräbern gefundenen Goldschätzen. Die zweite Institution von Weltrang ist die Chester Beatty Library mit ihren kostbaren Büchern. Der Eintritt zu diesen beiden sowie zu allen anderen Nationalmuseen ist kostenlos. Ausser Heimischem fanden auch Kunstschätze aus Europa und anderen Weltkulturen den Weg in Dublins Museen.

Die National Gallery und Teile des National Museum stammen aus der Spätzeit der britischen Herrschaft im 19. und frühen 20. Jh. Seit der Unabhängigkeit erweiterte der irische Staat die Bestände, gründete neue Museen in prächtigen Bauwerken. Eine Kaserne aus dem 18. Jh. ist das Domizil der angewandten Kunst des National Museum – Decorative Arts and History, während das Museum of Modern Art grosszügige, helle Räume im klassizistischen Veteranenheim im Stadtteil Kilmainham fand.(pb)

(pb)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Unterwegs
International|17.12.2018
Wochenende in Kopenhagen
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2017, Alle Rechte vorbehalten.
Volksblatt Werbung