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International|28.12.2018

Chanel verzichtet auf Pelz, jetzt gibt es Müllbeutel

Der französische Modekonzern Chanel verzichtet künftig in seinen Kollektionen auf Pelz sowie Krokodilleder und andere exotische Tierhäute.

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Der französische Modekonzern Chanel verzichtet künftig in seinen Kollektionen auf Pelz sowie Krokodilleder und andere exotische Tierhäute.

Das hat Bruno Pavlovsky, Präsident der Mode-Abteilung des französischen Luxushauses, angekündigt. Tierschützer bejubelten die Entscheidung nach dem Motto «No more Croco for Coco». Statt Krokodil-, Schlangen-, Eidechsen- oder Stachelrochenleder will Chanel künftig Abfallprodukte der Lebensmittelindustrie nutzen.
«Ein Grund zu feiern», sagte Thomas Pietsch, Wildtierexperte der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. «Pavlovsky erklärte, es werde zunehmend schwieriger, Häute und Leder zu beziehen, die den ethischen und qualitativen Standards von Chanel entsprechen. Forschung und Entwicklung im Hause Chanel werden sich daher künftig auf Textilien und Leder konzentrieren, die Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie sind.» Noch immer würden jedes Jahr mehr als 100 Millionen Tiere von der Pelzindustrie getötet, kritisierten die Tierschützer. Ethischer Konsum und Tierschutz hätten aber auch für Luxuslabels an Bedeutung gewonnen. Vor einigen Monaten wurde Gucci Teil des internationalen Fur Free Retailer Programms, das weltweit bereits 750 Einzelhändler unterzeichnet haben.
Dem Programm haben sich zahlreiche führende Modemarken und Einzelhändler angeschlossen, darunter Armani, Hugo Boss, Yoox, Net-a-Porter und Stella McCartney. (pb)

(pb)

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