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Der Zuschauer wird im neusten Teil der Black-Mirror-Serie selbst zum Entscheidungsträger. (Foto: Netflix)
Multimedia
International|11.01.2019 (Aktualisiert am 11.01.19 09:27)

Black Mirror – der erste interaktive Netflix-Film

Bei Black Mirror: Bandersnatch handelt es sich um einen Film, der zugleich ein Videospiel ist. Die Fernsehserie «Black Mirror» wird somit zum ersten interaktiven Netflix-Film für Erwachsene und wurde am 28. Dezember 2018 veröffentlicht.

Der Zuschauer wird im neusten Teil der Black-Mirror-Serie selbst zum Entscheidungsträger. (Foto: Netflix)

Bei Black Mirror: Bandersnatch handelt es sich um einen Film, der zugleich ein Videospiel ist. Die Fernsehserie «Black Mirror» wird somit zum ersten interaktiven Netflix-Film für Erwachsene und wurde am 28. Dezember 2018 veröffentlicht.

Wie das Ganze funktioniert, scheint auf den ersten Blick ziemlich verwirrend und brachte einige Zuschauer bereits kurz nach der Veröffentlichung beinahe um den Verstand. Die Vorgehensweise lässt sich aber ganz einfach erklären. Der Zuschauer kann den Film Black Mirror: Bandersnatch mit der Fernbedienung oder dem Smartphone selbst steuern. Das bedeutet, dass er selbst entscheiden kann, welche Handlung die Hauptperson des Films als Nächstes vornimmt bzw. in welche Richtung sie sich bewegt. Je nach dem, welche Entscheidung getroffen wird, nimmt die Handlung unterschiedliche Wendungen an. So kann der Film 40 bis 90 Minuten dauern.

Black-Mirror-Erfinder Charlie Brooker wollte sich mit einfachen Lösungen aber noch nicht zufriedengeben. So wollte er, dass sich die Handlung des Films selbst dann ändert, wenn man bereits anders abgezweigt und wieder zum Ursprungspunkt zurückgekehrt ist. Der Film soll sich also merken, welche Entscheidung der Zuschauer zuvor getroffen hat. Tatsächlich alle möglichen Varianten des Films auszuprobieren, könnte sich aber als sehr schwierig erweisen und hat schon so manch einen beinahe zur Verzweiflung geführt.

Der Protagonist des Films ist Stefan, der unbedingt ein Videospiel herausbringen möchte. Stefan weiss, dass er kontrolliert wird und wird dabei allmählich verrückt. Am Schluss des Films stellt er die Frage, wer ihn kontrolliert – was bei einigen Zuschauern ein unbehagliches Gefühl ausgelöst haben soll, waren sie es doch, die die Entscheidungen für Stefan getroffen haben.

Diese Art von Film hat im Netz grosse Diskussionen und unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Bis jetzt ist aber noch unklar, wann neben Black Mirror: Bandersnatch noch weitere interaktive Serienfolgen oder Filme erscheinen – einige Ideen hat Produktchef Todd Yellin allerdings schon. So könnten interaktive verrückte Comedys, Horrorfilme oder Romanzen in diesem Format erscheinen.

(rö)

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