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Region|08.02.2019

Kein Bedarf? Behinderter bleibt auf der Strecke

Im Grabser Lukashaus gibt es zwei Spezialplätze für Menschen mit aussergewöhnlichen Behinderungen.

Sie wurden 2015 neu geschaffen, weil es erforderlich war, schnell eine Unterbringung für einen jungen Mann zu finden, der 24 Stunden am Tag zwei Betreuer braucht. Da das Lukashaus vier Plätze beantragt hatte und noch auf eine Genehmigung wartete, war es die Einrichtung, die dem jungen Mann helfen konnte und wollte. Nun werden die beiden Plätze wieder verschwinden, wie der W und O berichtete. Der Bewohner, wegen dem sie geschaffen wurden, braucht eine neue Unterkunft.

Der Hintergrund

Zwei Plätze benötigen neun Mitarbeiter, vier hingegen 13 oder 14. Vier Plätze sind wirtschaftlicher als zwei. Und die ursprünglichen zwei Plätze wurden nur geschaffen, weil vier Plätze in Aussicht waren. Vom kantonalen Amt für Soziales kam nun die Nachricht, dass ein Bedarf für zwei weitere Plätze nicht vorhanden sei. Im Lukashaus sieht man sich jetzt gezwungen, die beiden bestehenden Plätze aufzulösen. Das Personal gelange körperlich und psychisch an seine Grenzen, heisst es. Fast eine Million Franken wurden in die Schulung des Personals investiert. Und nun wird nach knapp vier Jahren alles wieder rückgängig gemacht. Leidtragender wird vor allem jener junge Mann sein, der nach Angaben der Betreuer beachtliche Fortschritte gemacht hat. Ein neuer Platz für ihn ist noch nicht gefunden.

(sw)

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