Stinkend und hart wie Beton: Fett in der Kanalisation ist ein riesiges Problem. (Foto: Instagram)
Vermischtes
International|09.02.2019

Ein Fettklumpen für das Museum of London

Nein, das wird kein Artikel über Joseph Beuys. Allerdings stellt sich die Frage: Ist das Kunst oder kann das weg? Sowohl als auch. Aber der Reihe nach.

Stinkend und hart wie Beton: Fett in der Kanalisation ist ein riesiges Problem. (Foto: Instagram)

Nein, das wird kein Artikel über Joseph Beuys. Allerdings stellt sich die Frage: Ist das Kunst oder kann das weg? Sowohl als auch. Aber der Reihe nach.

Das einst fortschrittlichste Abwassernetzwerk der Welt entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts in London. Prinz Albert, der nur im Schatten der Königin Victoria wirken konnte, brachte viele soziale Projekte auf den Weg. Unter anderem verdanken ihm die Briten ihre Kanalisation und Arbeiterwohnungen mit wassergespülten Toiletten. Diese Kanalisation existiert in Teilen bis heute. Die Durchmesser sind zu eng, die Menge an Fäkalien zu gross. Fett, Abfall – schlicht alles, was geht, wird auch hinuntergespült. Schon öfter gab es Meldungen über gigantische Berge aus Frittierfett, Binden, Windeln, Kondomen und zunehmend mehr Feuchttüchern. 64 Meter ist der neuste Fettklumpen lang. Rekordhalter ist jedoch ein 250 Meter langer Klumpen, der letzten Herbst entdeckt wurde. Er wog 130 Tonnen. Immerhin: Er bekam eine zweite Chance und wurde zu Biodiesel verarbeitet. Ein Teil der Masse soll nun zur Warnung ins Museum. Hinter Panzerglas kann der Klumpen seinen Gestank und seine Bakterien bei sich behalten.

(sw)

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