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Der neue Streamingdienst ist billiger als die Konkurrenz und glänzt mit einer grossen Bibliothek an Disney-Klassikern. (Foto: Shutterstock)
Multimedia
International|26.04.2019

Disney Plus: Offiziell bis Ende des Jahres verkündet

In einer Pressekonferenz gab Disney nun endlich Details zu seinem Streamingdienst bekannt. Der Dienst soll in Amerika bereits im September lanciert werden und ist im Vergleich zur Konkurrenz vorerst sehr günstig.

Der neue Streamingdienst ist billiger als die Konkurrenz und glänzt mit einer grossen Bibliothek an Disney-Klassikern. (Foto: Shutterstock)

In einer Pressekonferenz gab Disney nun endlich Details zu seinem Streamingdienst bekannt. Der Dienst soll in Amerika bereits im September lanciert werden und ist im Vergleich zur Konkurrenz vorerst sehr günstig.

Schon lange war es bekannt, dass Disney bald seinen eigenen Streamingdienst präsentieren wird. «Disney Plus» (oder auch Disney+) wird im September in Amerika lanciert. Später soll das Angebot auch in Europa und dann auf weitere Regionen ausgeweitet werden. Was ein mancher dabei unterschätzt, ist, wie gross das Repertoire von Disney mittlerweile ist. Dazu ­gehören nicht nur die üblichen ­Disney-Prinzessinnen, sondern auch Pixar, Marvel, Star Wars und auch in jüngster Zeit die Simpsons. Die gelbe Familie ist nur eine der vielen Serien, welche Disney seit diesem März sein Eigen nennt und bereits als exklusive Serie für den neuen Dienst angekündigt hat.

Breite Auswahl dank Fox
Bei einem Streamingdienst für Disney denken alle an eine Maus und ihre vielen Kollegen, die seit Jahrzehnten Kinderherzen höherschlagen lassen. Wer aber nun denkt, bei Disney Plus handele es sich nur um einen Dienst für Kinder und Fans der familientauglichen Filme, der irrt. Seit der Übernahme von Fox konnte sich der Konzern auch einige sehr beliebte Filmklassiker unter die Fittiche nehmen, darunter sind: Titanic, Stirb langsam, Avatar, Alien, Kingsman, Planet der Affen, aber auch kultige Serien wie Family Guy, Modern Family, New Girl, American Dad und Futurama sind dabei.
Einige dieser Fox-Titel sind aktuell bereits auf dem Konkurrenten Netflix verfügbar. Diese Titel werden wohl zunehmend je nach Vertragsdauer von der Plattform verschwinden und ihr exklusives Zuhause auf dem DisneyDienst einnehmen. Der Preis scheint eine Einstiegslösung zu sein, um möglichst viele Nutzer zu generieren, und wird sich je nach Erfolg relativ schnell den anderen gängigen Konkurrenten anpassen. Damit hat Netflix die beste Zeit nun endgültig hinter sich. Der Konzern hat erst kürzlich seine Preise erhöht und schreibt aktuell rote Zahlen. Nicht zuletzt wegen der vielen kostspieligen Eigenproduktionen, die nicht alle halten, was sie versprechen. Trotzdem ist genau diese Strategie bedacht, da sich Netflix nun vermehrt auf seine Eigenproduktionen als Verkaufsargument verlassen muss.
Marvel und Star Wars komplett
Obwohl Star Wars und Marvel bereits schon eine Weile zu Disney gehören, waren einige Einzelteile der jeweiligen Franchise bei Fox. Davon betroffen waren seitens Marvel Deadpool, die Fantastic Four und die X-Men. Auch bei Star Wars fehlte noch ein wichtiger Teil der Reihe, Episode IV – Krieg der Sterne, dessen exklusive Rechte Lucasfilm bei der Entstehung vertraglich Fox zusicherte.

Apple TV ebenfalls mit Plus
Seit März hat auch Apple einen Streamingdienst angekündet, der Apple TV+ heisst. Dieser wird ebenfalls im Herbst lanciert und steigt somit zeitgleich mit Disney in den Streaming-Markt ein. Im Gegenteil zu Disney greift Apple dabei aber nicht auf eine grosse Bibliothek zurück, sondern hat für den Dienst Inhalte von renommierten Filmemachern wie Steven Spielberg, M. Night Shyamalan und JJ Abrams produzieren lassen mit einer hochkarätigen Besetzung wie Jennifer Aniston, Jason Momoa und Reese Witherspoon. Es werden zumindest zu Beginn keine Lizenzen von bereits bestehenden Filmen und Serien zugekauft. Die Auswahl wird also zu Beginn überschaubar sein. Die Kunden können aber nach wie vor auf die bestehende Bibliothek von Apple-TV-Filmen im Einzelkauf zurückgreifen. Ein Preis ist bis jetzt noch nicht kommuniziert, aber auch hier ist zu erwarten, dass der Preis vorerst nicht höher als bei Netflix gesetzt wird. Es bleibt also dieses Jahr spannend im Streaming-Markt.

Dieser Artikel ist im Wochenendmagazin "fritig" am 26.04.2019 erschienen. 

(red)

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