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(Foto: SSI)
Unterwegs
International|14.05.2019

Mit dem eigenen Bett zum Open Air reisen und viel Geld dabei sparen

Überschaubare Kosten, keine Weiterfahrt nach dem letzten Konzert, eine sichere Burg, auch wenn es regnet: Es gibt einige gute Gründe, das Auto für kurze Zeit in einen Camper zu verwandeln.

(Foto: SSI)

Überschaubare Kosten, keine Weiterfahrt nach dem letzten Konzert, eine sichere Burg, auch wenn es regnet: Es gibt einige gute Gründe, das Auto für kurze Zeit in einen Camper zu verwandeln.

Mit dem einmaligen Campen im Auto ist nicht gemeint, einen Bulli, einen Minivan oder gar ein Wohnmobil zu benutzen. Jeder Kombi eignet sich zu schlafen, wenn man ein paar Vorbereitungen trifft und richtig packt.

Die Ausrüstung
Auch für die Damen gilt: Möglichst wenig Kleidung einpacken, dafür um so mehr Ausrüstung:
• Wolldecke
• Schlafsäcke
• Isomatte
• Handtücher
• Streichhölzer, Feuerzeuge
• Campingkocher, Campingtopf
• Besteck, Tassen, Grillzange
• Müllsack, Toilettenpapier
• Multitool oder Taschenmesser
Wenn Platz ist, kann die Ausrüstung beliebig erweitert werden, irgendetwas braucht man immer.

Das Wasser
Bei der Körperhygiene sind Abstriche nötig. Es sollte genügend Wasser an Bord sein, das kann in normalen Getränkeflaschen recht gut vor dem Rücksitz oder in Hohlräumen verstaut werden. Nudelgerichte, die nur noch für eine Weile ins kochende Wasser müssen, eignen sich hervorragend als kleine Mahlzeit. Was nicht zum Kochen und Reinigen der Ausrüstung gebraucht wird, reicht am Morgen für’s Zähneputzen und eine «Katzenwäsche».

Die mobile Küche
Ein Pocketgrill braucht kaum Platz. Natürlich funktioniert auch ein Einweggrill, die sind aber vergleichsweise teuer und mit ihrer Aluschale nicht besonders nachhaltig. Beim Pocketgrill muss natürlich Holzkohle oder Holz, Anzünder und etwas Papier mit auf die Reise – damit ist ein Abendessen schon gesichert. Nudelgerichte, die nur noch für eine Weile ins kochende Wasser müssen, eignen sich hervorragend als kleine Mahlzeit.

«Es gibt kein Gesetz,
das Übernachtungen im eigenen Auto verbietet.»

Wer öfter im Freien unterwegs ist, kann sich ein geeignetes Gefäss für seine mobile Küche zulegen. Dort findet zum Beispiel ein Espressokocher Platz, ein gezahntes Messer, das Brot und Steaks schneidet, passt auch da hinein. Beim Campingausstatter findet sich so einiges, was mehr oder weniger sinnvoll ist.

Der Parkplatz
Parkierverbote sind das eine, wissen, wo man einen guten Platz findet, das andere. Übrigens: Es gibt kein Gesetz, das Übernachtungen im eigenen Auto verbietet. Auf dem Parkplatz jeder Supermarktkette ist es sicher. Security fährt nachts vorbei und mitunter sind Videokameras installiert. Wenn in den «besseren» Wohnlagen einer Stadt auch teure Autos am Strassenrand parkieren, kann dort mit ruhigem Gewissen über Nacht parkiert werden – natürlich stets voraussgesetzt, dass Parkieren nicht verboten ist. Raststätten an der Autobahn sind die Luxusvariante des Auto-Campens: Es gibt Frühstück, Toiletten und im Idealfall eine Dusche.

Die Sicherheit
Wer den Kofferraum zum Schlafen nutzt, parkiert rückwärts ein; wer die Vordersitze nutzt, entsprechend vorwärts.
Somit ist man schon gut vor Blicken geschützt. Türen sollten verriegelt sein, die Fenster allenfalls nur ein wenig geöffnet sein.

Das Raumklima
Frische Luft während der Nacht ist gerade im Auto wichtig. Ein Schiebedach bietet sich dafür besonders gut an. Es sollte – zur eigenen Sicherheit – maximal zur Hälfte geöffnet sein.

Der Kick
Wer es unkonventionell mag, der liegt mit dem Auto-Campen nicht falsch. Die erste Nacht dieser Art wird in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen eines verspannten Nackens. Beim zweiten Mal weiss man, was man beim ersten Mal vergessen hat. Und so wird die Ausstattung jedes Mal ein bisschen besser und effizienter. Natürlich ist das kein Urlaub, aber das soll es auch nicht sein. Für Gelegenheiten wie Open Airs ist es «DIE» Übernachtungsmöglichkeit schlechthin. Es ist beqemer als im Zelt. Es kann auch regnen – nichts wird im Schlamm versinken. Und die ganz angefressenen haben schnell den Dreh raus, welche An- und Umbauten möglich sind und sich bequem ein- und ausbauen lassen.

(sw)

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