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International|02.03.2019

Wochenendtrip nach Reykjavík

Zugegeben: Es reicht kaum ein Wochenende, um diese Hauptstadt ganz im Norden von Europa kennenzulernen. Hier ein paar Tipps, um die Stadt der Wikinger in kurzer Zeit zu erleben.

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Zugegeben: Es reicht kaum ein Wochenende, um diese Hauptstadt ganz im Norden von Europa kennenzulernen. Hier ein paar Tipps, um die Stadt der Wikinger in kurzer Zeit zu erleben.

Geothermalbad Nauthólsvík

Island ist berühmt für seine heissen Quellen – in denen man sich von der Nacht zuvor erholen kann. Weil in der freien Natur das Wasser kochend heiss sein kann, empfiehlt sich ein Besuch in einem der zahlreichen öffentlichen Schwimmbäder. Fast jedes noch so kleine Dorf auf Island betreibt sein eigenes Bad.

Wer sich den teuren Luxus der «Blauen Lagune» nicht gönnen will, taucht im Geothermalbad Nauthólsvík am Stadtrand von Reykjavik unter. Hier hat man die Wahl zwischen einem auf 38 bis 42 Grad Celsius temperierten Pool, einer Lagune aus Meerwasser, die von dem wohlig-warmen Zufluss des Heisswasserbeckens mitversorgt wird (11 bis 12 Grad Celsius) oder – für die Hartgesottenen – ein Bad im Nordatlantik (4 bis 6 Grad im Winter, 12 bis 13 im Sommer).
Für Einheimische ist Letzteres Routine: Rüstige Rentner sinken nach ihrem halbstündigen Schwimmausflug im Meer zufrieden in den dampfenden Hot Pot, neben Hausfrauen und Studenten aus der benachbarten Universität. Dass sich nur selten Touristen hierher verirren, könnte an der versteckten Lage des Bades liegen.

Nachtleben in Reykjavík

Reykjavíks Nachtleben ist nicht erst seit Baltasar Kormákurs Verfilmung von «101 Reykjavík» legendär. Die Ziffer 101 ist die Kennziffer für den zentralen Bezirk der Stadt, hierher führen am Wochenende die Wege aller Nachtschwärmer. Bar an Bar reiht sich entlang der gut einen Kilometer langen Strecke zwischen dem Austurvöllur und dem Ende des Laugavegur. Hier wird wirklich jeder Geschmack bedient. Island hat – im Gegensatz zu vielen anderen nordeuro­päischen Ländern – eine sehr lockere Sperrstunde. Clubs dürfen am Wochenende in der Regel bis 4.30 Uhr geöffnet haben. Wissen muss man allerdings auch, dass vor ein Uhr in den meisten Clubs nicht viel los ist. Da Alkohol in den Lokalen sehr teuer ist, stossen viele Isländer erst zu Hause an, bevor sie gegen Mitternacht in die Stadt weiterziehen. Für viele Isländer endet die Nacht im Kaffibarinn: ein knallrotes Holzhäuschen, auf dessen zwei Etagen sich so viele Menschen drängen, dass man um die Stabilität des Hauses fürchten muss. Island-Fans kennen die ausgelassenen Kaffibarinn-Szenen aus dem Film «101 Reykjavík», der den Club zur Legende machte. Zur Stimmung tragen auch die Stamperl «Brenní­vín» an der Bar bei. Das gediegene Lokal Fish Company) liegt im Kellergewölbe eines aufwendig restaurierten Hauses von 1884, das sich ursprünglich ein paar hundert Meter weiter östlich befand und 2006 versetzt wurde. Die Bauarbeiten förderten Fundamente alter Hafengemäuer zutage, die behutsam in das Raumkonzept integriert wurden. Nicht ohne Grund wurde Fish Company mehrfach zum Restaurant des Jahres in Reykjavik gewählt. Nach einem Appetizer mit köstlichem Brot und herzhaftem Skyr-Dip bietet sich das viergängige «Around Iceland»-Menü an: Entgegen dem Uhrzeigersinn wird die Insel und ihre lokalen Spezialitäten im kulinarischen Schnelldurchlauf bereist. Von Grindavik im Südwesten, wo vorzüglicher Lachs mit Seegraspaste und gefrorener Gurke gereicht werden, geht es weiter nach Höfn, der Heimat von Kabeljau und Weltklasse-Hummer. Akureyri im hohen Norden steht für zartes Lamm- und Schweinefleisch mit karamellisierter roter Bete, bevor die Rundreise im Westen in Budardalur mit Skyr- und Blaubeersorbet endet.

Harpa

Klotzen statt kleckern! Die im Mai 2011 fertiggestellte Konzerthalle ist von innen mindestens genauso spektakulär wie von aussen. 2013 wurde das Gebäude mit dem prestigeträchtigen Mies-van-der-Rohe-Preis der EU für zeitgenössische Architektur ausgezeichnet. Das dänische Architektenbüro Henning Larsen schuf in Zusammenarbeit mit dem Künstler Ólafur Elíasson eine Glasfassade, deren innenliegendes dreidimensionales Strukturgebilde an die für Islands Landschaft typischen Basaltsäulen erinnern soll. Gleichzeitig spiegeln sich die Umrisse der Stadt kaleidoskopartig an der Front und bilden faszinierende Farbverläufe. Vier Konzertsäle und mehrere Konferenzräume verbergen sich im Inneren. Bevor man sich im Wirrwarr der Gänge verläuft, sollte man noch einen Blick nach draussen werfen und die Aussicht über die Bucht und den Berg Esja geniessen.

Hallgrímskirkja

Neben der Harpa ist die Hallgrímskirkja das markanteste Gebäude der Hauptstadt. Das Basaltgestein der isländischen Landschaft findet sich in der ­Optik der expressionistisch anmutenden Kirche wieder. Architekt Guðjón Samúelsson Entwurf stammt von 1937, endgültig fertiggestellt wurde der Bau allerdings erst 1986. Fahren Sie mit dem Aufzug nach oben und geniessen Sie den Ausblick über die bunten Häuser, dahinter der Hausberg Esja. Und wenn Sie Glück haben, können Sie den ­Organisten beim Spielen der mächtigen Orgel erleben.

(pb)

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