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Ob man sie mag oder nicht – Stermann & Grissemann sind Kult, ob im Fernsehen («Willkommen Österreich») oder auf der Bühne. (Foto: ZVG)
Kultur
Liechtenstein|22.02.2019

«3 Fragen an …» das Kult-Duo Stermann & Grissemann

Auf vielfachen Wunsch gibt es nach ihrem umjubelten Gastspiel im 2018 gleich eine Zugabe: Das Stermann-&-Grissemann-Universum aus feiner Beschimpfung, Sinnsabotage und Selbstdemontage, Nonsens, bizarrer Parodie, Persiflage und Polemik macht sich wieder im TAK breit.

Ob man sie mag oder nicht – Stermann & Grissemann sind Kult, ob im Fernsehen («Willkommen Österreich») oder auf der Bühne. (Foto: ZVG)

Auf vielfachen Wunsch gibt es nach ihrem umjubelten Gastspiel im 2018 gleich eine Zugabe: Das Stermann-&-Grissemann-Universum aus feiner Beschimpfung, Sinnsabotage und Selbstdemontage, Nonsens, bizarrer Parodie, Persiflage und Polemik macht sich wieder im TAK breit.

Gewohnt erstklassig flitzen die beiden, die «eigentlich zu gut fürs Fernsehen» (John Cleese) sind, durch den selbst gesteckten Gag-Slalom. Beide, auch der Deutsche (Stermann), verirren sich aber nie ins kabarettistisch Ressentimentale oder langweilen mit öden sozialdemokratischen Pointen. Keine Sekunde mit Stermann und Grissemann ist Zeitverschwendung.

Nach Ihren Vorstellungen in 2018 gibt es nun eine doppelte Zugabe von «Gags, Gags, Gags!» in Schaan. Können Sie sich noch an einen besonderen Moment Ihrer Auftritte im TAK erinnern?

Ich erinnere mich vor allem an den weiteren Verlauf des Abends, an dem ich mit dem Präsidenten des Liechtensteiner Skiverbandes ins Gespräch gekommen bin. Ein sehr sympathischer Herr, der mir eine offizielle Liechtensteiner Ski-Jacke schenkte, die ich heute trage, wenn ich in Österreich in den Bergen unterwegs bin. Die Jacke ist strahlend gelb und sehr auffällig. Vielleicht denken sich die Österreicher, die mich sehen: «Schau, der Marco Büxi Büchel ist da. Wahnsinn, wie schlecht der inzwischen in Form ist. Und fährt im Schneepflug? Ja, hat der denn alles verlernt?»
Interessant war, dass der Skipräsident Alex mir erzählte, Liechtenstein habe bei seinem letzten Kriegseinsatz aufseiten der Ös­terreicher gekämpft, 12 Mann seien in die Schlacht gezogen und 13 zurückgekehrt, weil sich ein Italiener den Liechtensteinern anschloss. Das ist die schönste Kriegsgeschichte, die ich kenne. Wenn mehr aus dem Krieg zurückkommen, als einrücken. Noch dazu hat der Italiener dann ein Restaurant eröffnet. Also doppelt gut.

Stermann & Grissemann in Beckett-Manier: Wie ist das Setting Ihrer Show «Gags, Gags, Gags!», für das Sie nicht nur vom Publikum in ausverkauften Häusern, sondern auch von der Presse vielfach gelobt wurden, entstanden?

Wie bei Warten auf Godot, durch ausgiebiges Verharren. Erst wenn die Premiere bedrohlich näher rückt, beginnt man, sich zu bewegen. Das Merkwürdige ist, dass der Titel eines Kaberettprogramms und der dazugehörige Pressetext schon stehen muss, lange, bevor man überhaupt weiss, was man auf der Bühne machen wird. Da wir ja eine wöchentliche Fernsehshow im ORF haben, lag es dann nahe, dieses Setting zu übernehmen. Nur, dass nichts funktioniert. Es ist die letzte Sendung. Am Ende stehen wir auf der nackten Bühne.

Worin liegt für Sie der wesentliche Unterschied, vor einem TV-Publikum oder auf einer Theaterbühne aufzutreten?

Der Vorteil auf der Bühne ist, dass wir wissen, was wir machen. Wir kennen den Abend. In der Fernsehsendung gibt es Woche für Woche eine Premiere, die ungeprobt gleich für ein paar Hunderttausend Zuschauer funktionieren muss. Im Theater ist es natürlich deutlich angenehmer. Es schadet nämlich manchmal nicht, wenn man weiss, was man tut.

Stermann & Grissemann live

Der Deutsche und der Österreicher sind das wohl bekannteste Satiriker-Duo im deutschen Sprachraum. Dirk Stermann und Christoph Grissemann starteten ihre Karriere beim ORF mit der Radiosendung «Salon Helga», seit nunmehr zwölf Jahren haben sie mit «Willkommen Österreich» ihre eigene Fernsehshow.
Mit ihrem aktuellen Bühnenprogramm «Gags Gags Gags» sind sie am 22. und 23. Februar im TAK zu Gast.

Weitere Infos auf www.tak.li

(red)

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