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Kultur
Liechtenstein|14.03.2019

Ein «Tatort» auf der Bühne

Die neue TAK-Eigenproduktion «Heilig Abend» bietet viel an Spannung und Diskussion.

Die Ausgangssituation ist so einfach wie genial: Ein Terror-Ermittler verhört eine Frau. Sie stammt aus guter Gesellschaft, ist Philosophie-Professorin. Er wirft ihr vor, ein Attentat geplant zu haben. Indiz um Indiz fügt er zu ­seinem Puzzle zusammen und scheint einem Beweis immer näherzukommen. Sie dagegen zerlegt seine Schlussfolgerungen logisch genial Punkt um Punkt. Was ist hier Schein und was Sein? Ist sie wirklich eine Bomben-Terroristin oder ist er ein überwachungsfixierter übereifriger Polizist? Das TAK bringt einen Theatertext von Daniel Kehlmann auf die Bühne, der scharfsinnig und unterhaltsam zugleich ist: Wie ein guter «Tatort» fesselt er, bringt Spannung, regt zum Nachdenken an, überrascht mit plötzlichen Wendungen und bietet beste Krimi-Unterhaltung.

Showdown am ­Weihnachtsabend

Der Bestsellerautor Daniel Kehlmann («Die Vermessung der Welt», «Tyll») gehört ohne Frage zu den bekanntesten und beliebtesten deutschsprachigen Autoren unserer Zeit. Für das Stück «Heilig Abend» liess er sich einerseits vom Fall Edward Snowden inspirieren, andererseits interessierte ihn der Wettlauf gegen die Zeit: Das Verhör im Stück findet am 24. Dezember statt, um 22.30 Uhr. Gegen Mitternacht soll die vermutete Bombe explodieren, es bleiben dem Ermittler also nur 90 Minuten, um die Verdächtige zu einem Geständnis zu bringen. Während des Verhörs zählt die Uhr erbarmungslos die Sekunden herunter. Wie in einem Duell umkreisen sich der Ermittler und die Verdächtige mit Ablenkungsmanövern und überraschenden Finten. Bringt sie ihn zur Verzweiflung oder er sie zum Geständnis?

Hilft Überwachung gegen Terror?

Spätestens seit Edward Snowden ist die Diskussion über legitime und übertriebene Überwachung in aller Munde. In «Heilig Abend» hat der Ermittler vor dem Verhör alle technischen Mittel schamlos genutzt: Die Frau wurde überwacht, ihre Wohnung und sogar ihr Ex-Mann beobachtet, ihr Computer ausgelesen. Der Polizist überrascht sie mit unglaublichen Kenntnissen über ihr Privatleben. Aber wird ihm das wirklich weiterhelfen? Können technische Er­rungenschaften helfen heraus­zufinden, was wirklich im Kopf ­eines Menschen vor sich geht? Und wenn ja, wollen wir das überhaupt?
Mit «Heilig Abend» ist also Spannung garantiert.

«Heilig Abend»
Mit: Thomas Beck und Boglàrka Horvàth
Regie: Tim Kramer; Ausstattung: Gernot Sommerfeld
Premiere: Samstag, den 16. März, 20.09 Uhr
Weitere Vorstellungen: Dienstag den 22. und Freitag, den 26.März, 20.09 Uhr, TAK

(pr)

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