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Die Liechtensteiner Band Kids in Cages: Darius Grimmel, Patrick Schmölzer, Finlay Davey und Kevin Ackermann. (Foto: ZVG)
Kultur
Liechtenstein|24.09.2021

Neue Band, neue Musik – Kids in Cages wollen Leidenschaft leben

Mit zwei Jahren ist Kids in Cages noch eine relativ junge Liechtensteiner Band. Die Jungs sind im Land aber schon länger keine Unbekannten mehr: Sänger Finlay Davey, Gitarrist Patrick Schmölzer, Darius Grimmel am Bass und Kevin Ackermann am Schlagzeug spielten ihren modern Rap-Rock schon vor so manchem Publikum – auch international.
Die Liechtensteiner Band Kids in Cages: Darius Grimmel, Patrick Schmölzer, Finlay Davey und Kevin Ackermann. (Foto: ZVG)
Mit zwei Jahren ist Kids in Cages noch eine relativ junge Liechtensteiner Band. Die Jungs sind im Land aber schon länger keine Unbekannten mehr: Sänger Finlay Davey, Gitarrist Patrick Schmölzer, Darius Grimmel am Bass und Kevin Ackermann am Schlagzeug spielten ihren modern Rap-Rock schon vor so manchem Publikum – auch international.

Leadsänger Finlay Davey ist kein unbeschriebenes Blatt. Er spielte bereits in diversen Bands, wurde aber vor allem mit «Taped» bekannt. Auch Patrick Schmölzer steht schon seit 2008 auf der Bühne. Er bezeichnet sich als 2008-Vollblutmusiker und will auch in Zukunft seine Zeit im Proberaum und auf Bühnen verbringen: «Ich war immer ‹nur› der Gitarrist. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und wollte nicht nur noch Beiwerk sein, sondern meine eigenen Songs schreiben.» Dies markierte die Geburtsstunde von «Kids in Cages». Davey und Schmölzer taten sich zusammen und suchten nach weiteren Bandmitgliedern, die ihre Zukunft ebenfalls der Musik widmen wollen. «Wir haben es immer und immer wieder versucht, aber im Endeffekt lief es immer auf dasselbe hinaus: ‹Life happens›. Die meisten haben geheiratet, bekamen Kinder und bauten sich ein Haus. Dass dann nicht mehr viel Zeit für Musik bleibt, haben wir verstanden », berichtet Davey. Dasselbe habe auch Schmölzer erlebt. Auf diese Weise gingen nämlich auch viele seiner Bandengagements in die Brüche. Mit Darius Grimmel und Kevin Ackermann hätten sie zwei weitere Musiker gefunden, bei denen es endgültig zu klappen scheint. «Für uns ist die Musik nicht nur ein Hobby, wir wollen Erfolg haben. Da verbringt man schnell mal fast jeden Abend im Proberaum», sagt Davey. Zudem sei mit dem Proben die Arbeit noch nicht getan. Musik aufzunehmen und Konzerte zu geben sei eben zeitintensiv. Den Kindheitstraum im Blick Mit Kids in Cages wollen die Bandmitglieder das erreichen, wovon sie seit ihrer Kindheit träumen: Rockstar zu werden. «Diesen Traum werden wir nie aufgegeben», sagt Schmölzer. Aus diesem Grund hätten die vier Jungs auch den Bandnamen «Kids in Cages» gewählt – sie seien tief im Inneren immer noch Kinder, die von der grossen Bühne träumen. «Wir verfolgen unser Ziel, denken an die Zeit zurück, als wir zum ersten Mal ein Instrument in der Hand hatten oder auch zum ersten Mal Teil einer Band waren », sagt Davey. Endlich können sie auch all diese Erinnerungen wieder aufleben lassen. Nach viel Zeit im Proberaum und vielen wegen der Pandemie ins Wasser gefallenen Konzerten konnte die Band ihre Musik diesen Herbst live präsentieren. Kids in Cages stand am «Out in the Gurin» in Sargans sowie am «Waves Festival » in Wien auf der Bühne. «Unsere Musik kam sehr gut an. Das war einfach ein tolles Gefühl», sagt Schmölzer. Viele Menschen könnten sich mit den Themen, die die Musiker in ihren drei neusten Werken aufgreifen, identifizieren. Und nach dieser langen Ungewissheit zu erfahren, dass die Musik gut ankommt, sei unbeschreiblich. «Es war eine wahnsinnige Achterbahnfahrt », sagt Davey.

Vergangenheit, Wut und aktuelle Themen

Drei verschiedene Themen und Musikrichtungen finden sich in den Songs «Tired», «Catapult» und «Grustle». Im Mai 2021 sei der ganz persönliche Song «Tired» erschienen. Darin beschreibt die Band ihre Wahrnehmung der Coronapandemie, wie Schmölzer erklärt: «In diesem Lied singen wir davon, was wir alles im Coronajahr erlebt haben, wie wir uns im Musikraum einsperrten und nicht wussten, wann wir wieder raus können. Auch handelt es von unserem Selbstzweifel. Ergibt unser Vorhaben Sinn, oder sollten wir nicht auch einfach ein Haus bauen, heiraten und Kinder kriegen?» Auch der Song «Catapult» zeige eher die Schattenseiten des Lebens. Der exklusive und wütende Song soll auf ebenfalls auf aktuelle Themen hinweisen, wie Davey sagt: «Dieses Lied ist ein gesellschafts- und sozialkritischer Song. Wir haben uns über die Normen und Strukturen in unserer Welt Gedanken gemacht. Aktuell wird viel über Sexualität, Herkunft, Glauben und dergleichen diskutiert. Das sind alles veraltete Sichtweisen und geht uns auf die Nerven.» Mit dem Lied «Catapult» versuche die Band alles einzureissen. Das dritte Stück heisst «Grustle» und nimmt die Fans mit auf die Reise in die Vergangenheit der vier Musiker. «Es geht um die vergangenen 15 Jahre, wie es der erste Satz im Song schon sagt: ‹Since I was almost 14 I‘ve been chasing a dream›. Es geht darum, wie wir uns hinaufgearbeitet haben, mehrmals neu anfangen mussten und dennoch immer dranblieben», sagt Davey. Wenn immer möglich, spielen die sie Konzerte, damit die Leute in den Genuss ihrer Musik kommen. Inzwischen finde man aber auch alle Lieder bei verschiedenen Streaminganbietern. Den Song «Grustle » mit Musikvideo gibt es auch auf Youtube. Das nächste Video folge am Samstag, den 25. September.

(um)

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