(Foto: ZVG)
Sport
Liechtenstein|27.09.2019

Drohnen erobern Vaduz

VADUZ - Nach der Premiere 2017 macht die Drohne Champions League (DCL) diesen Oktober wieder halt in Liechtenstein. Hinter der ganzen Sache steckt mittlerweile eine riesige Community, die es dem «Gamer zu Hause» gar ermöglicht, selbst bei Drohnenrennen auf den spektakulären Rundkursen weltweit mit dabei zu sein.
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VADUZ - Nach der Premiere 2017 macht die Drohne Champions League (DCL) diesen Oktober wieder halt in Liechtenstein. Hinter der ganzen Sache steckt mittlerweile eine riesige Community, die es dem «Gamer zu Hause» gar ermöglicht, selbst bei Drohnenrennen auf den spektakulären Rundkursen weltweit mit dabei zu sein.

Das Flugverbot für Drohnen über dem Regierungsviertel in Vaduz, das im Juli 2017 erlassen wurde, wird in gut einem Monat zumindest für zwei Tage wieder aufgehoben. Denn wie schon 2017 macht die Drohne Champions League wieder halt im Fürstentum und wird, geht es nach den Organisatoren, «für ein grosses Spektakel sorgen», wie Mike Höhsl, Chief Operating Officer der DCL festhielt. In seinen Ausführungen stand aber nicht das Rennen in Vaduz selbst im Mittelpunkt, sondern viel mehr das Phänomen «Drohnensport» an sich. Er sprach von einer riesigen Community, die sich in den letzten Jahren seit Einführung der Wettkämpfe, entwickelt habe. Durch das Kräftemessen auf der ganzen Welt und an besonders spektakulären Standorten, wie beispielsweise auf der Champs-­Élysées in Paris, im Olympiastadion in München oder auch hoch oben in den Bergen in Laax (SUI), sei das Interesse am Drohnensport extrem gestiegen.

Vom Sofa in den Rennmodus

In Zeiten von verschiedensten E-Sport-Wettkämpfen scheint also auch die Rennszene für Drohnen den Nerv der heutigen Zeit zu treffen. Verständlich, denn die Verschmelzung der virtuellen und realen Welt im Drohnensport ist so in kaum einem anderen Bereich anzutreffen. «Der Sport im Spiel ist für den Gamer kaum von jenem draussen in der echten Welt zu unterscheiden – das macht es so speziell», hält Höhsl fest.

Neben diesem Aspekt liegt das Erfolgsrezept der DCL, mit dem Liechtensteiner Herbert Weira­ther als CEO, aber auch an den Liverennen an den spektakulärsten Orten der Welt, die per sozialer Medien etliche Millonen Zuschauer erreichen. Und zu eben jenen Orten, gehört in diesem Jahr auch wieder das Vaduzer Städtle. Der «GP Liechtenstein» ist dabei Station Nummer 3 in der diesjährigen Rennsaison. Im März war die DCL in Laax, erst vor Kurzem ging es dann nach Turin (ITA).

Spannend dabei: Das Auswahlverfahren der Piloten. Denn die Chance im Oktober mit der kleinen Propellermaschine um das Regierungsgebäude zu flitzen, hätte grundsätzlich jeder gehabt. Ähnlich wie in der NFL wurden zu Beginn des Jahres in Cannes (FRA) die besten Piloten von den Teamchefs «gedraftet». Über diverse Challenges in der Demoversion «DCL – The Game», das bis Ende Jahr offiziell auf den Markt geht, konnte sich so jeder einen Startplatz für die sogenannte «Draft Selection» ergattern. Die Besten wurden dann in ein Team aufgenommen und werden nun auch in Vaduz ihre Flugkünste präsentieren.

Vaduz wird «Drohnendorf»

Das Rennen, oder besser gesagt die beiden Wettkämpfe, die in der FL-Hauptstadt über die Bühne gehen, dürften dabei noch mal etwas spektakulärer werden als 2017 – vor allem auch aufgrund des umfangreichen Rahmenprogramms. Erstmals ist beispielsweise auch die DCL-Village – quasi ein kleines «Dorf», wo Interessierte so ziemlich alles über die Welt der Drohnen erfahren können – in Vaduz vor Ort. «Wir haben uns wirklich einiges einfallen lassen, um den Zuschauern ein spektakuläres Erlebnis zu bieten – vorbeikommen lohnt sich», so Höhsl.

(mm)

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