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Im Kaffeebus sollen Generationen zusammenkommen und sich gegenseitig Hilfe anbieten und leisten. (Symbolfoto: Shutterstock)
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Liechtenstein|02.05.2019 (Aktualisiert am 02.05.19 09:36)

Unentgeltliche Hilfe von Mensch zu Mensch: Die Bürger-Aktion «Z»

SCHAAN - Eine Tour durch alle Gemeinden soll Menschen, die entweder Hilfe benötigen oder diese anbieten, eine Plattform zum Austausch bieten. Das Projekt unter dem Zeichen «Z» wie «zemma» wird am kommenden Sonntag starten.

Im Kaffeebus sollen Generationen zusammenkommen und sich gegenseitig Hilfe anbieten und leisten. (Symbolfoto: Shutterstock)

SCHAAN - Eine Tour durch alle Gemeinden soll Menschen, die entweder Hilfe benötigen oder diese anbieten, eine Plattform zum Austausch bieten. Das Projekt unter dem Zeichen «Z» wie «zemma» wird am kommenden Sonntag starten.

Einen Wunsch auf einen Zettel notieren, diesen auf einer Pinnwand anbringen und hoffen, dass einem jemand diesen Wunsch erfüllt. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art von Wunsch es sich handelt. Hauptsache, die Hilfeleistung ist unentgeltlich und wird gemeinsam angegangen. So etwa soll die Bürger-Aktion «Z» funktionieren.

Auf der mobilen Bühne eines Kaffeebusses, der in den kommenden vier Wochen durch alle elf Gemeinden fahren wird, soll sich jeder eintragen können, der einen Wunsch oder ein Angebot hat. Dazu dienen eben diese Kärtchen, auf denen die betreffenden Personen ihre Ideen aufnotieren und ihre Kontaktdaten hinterlassen können. Diese Kärtchen sollen dann gut sichtbar auf eine von drei Pinnwänden («Wünsche», «Angebote» und «Läuft») gepinnt werden. Kommt es zu einer sogenannten Projekt-Paarung, sprich, wenn sich ein Wunsch und ein Angebot decken, hänge man diese gemeinsam auf die Pinnwand mit der Markierung «Läuft». «Wir fänden es schön, wenn pro Gemeinde zwischen acht bis zehn Projektaktionen zusammenkommen würden», sagt Michèle Steffen, eine der Initianten des Projekts, gegenüber dem «Volksblatt». Natürlich möchten die Initianten die Anliegen der Leute nicht nur sammeln, sondern auch dafür sorgen, dass diese umgesetzt werden: Dafür hätten die betreffenden Leute zwischen dem 16. August und dem 15. September, also 30 Tage lang, Zeit. «Es geht immer um das Miteinander. Es soll nicht so sein, dass zum Beispiel ein Schreiner einem einen Schrank zusammenbaut, während man ihm einfach bei der Arbeit zusieht», erklärt Steffen.

Dass die Initianten eine Frist für die Projektumsetzungen festgelegt haben, hat folgenden Grund: Sie wollen die Hilfeleistungen in Wort und Bild festhalten. Die Resultate der Bürger-Aktion «Z» würden dann bis Ende 2019 als Buch veröffentlicht. Alle «Wünscher» und «Anbieter» sollen ein kostenloses Exemplar erhalten. Des Weiteren plant das Projektteam, das Buch unter anderem auch an das Fürstenhaus, Regierungsvetreter, Landtagsabgeordneten auszuhändigen. Da das Buch für alle kostenlos sein soll, sind die Initianten auf Sponsoren und Gönner angewiesen.

Im Jubiläumsjahr zusammenrücken

«Die Liechtensteiner sind mehr ‹Anbieter› als ‹Wünscher›. Wir wollen die Leute dazu bringen, dass sie sich einmal etwas wünschen, auch wenn es nur kleine Anliegen sind», erklärt Steffen. Die Bürger-Aktion «Z» setzt sich genau das zum Ziel. Sie möchte, dass die Bevölkerung Liechtensteins im Jubiläumsjahr wieder näher zusammenrückt. Die Initianten des Projeks, neben Michèle Steffen auch Louis Vogt, wollen dieses Ziel bewusst in Form eines mobilen Treffpunkts umsetzen.

«Das Projekt enstand aus einer spontanen Idee», sagt Steffen. «Ein Auslöser war vor allem das 300-Jahr-Jubiläum Liechtensteins. Viele Leute sagen, es werde zu wenig für die Menschen getan.» So sei die Idee entstanden, eine «Roadshow» (Tour) zu starten, mit der sie einen Treffpunkt für Menschen mit Angeboten und Wünschen schaffen. Für diesen Auftrag gewannen sie Roman Eggenberger, der mit seinem Kaffeebus «Granville Café» durch das Land fahren wird. Die Hilfeplattform soll eine Art Gegenpol zur Digitalisierung darstellen, wie Steffen erklärt: «Wir wollen einen realen Ort, an dem einander geholfen wird. Früher halfen die Menschen einander nämlich viel mehr als heute.» Das Prinzip der unentgeltlichen Hilfe gebe es laut Steffen bereits in unseren Nachbarländern.

Tour beginnt am Sonntag

Projektbeginn der Bürger-Aktion «Z» ist am kommenden Sonntag am «SlowUp» in Vaduz. Anschliessend wird der Kaffeebus auf fünf Samstage verteilt in jeder Gemeinde für etwa einen halben Tag lang Halt machen. Das Umfeld des Kaffeebusses soll aber nicht zu einem «Festplatz» werden, sondern mehr zur gemütlichen Stube. Das Ambiente soll zum Verweilen und Austausch anregen.

Überblick: «Z» tourt durch alle Gemeinden

  • 5. Mai, ganzer Tag: Rathausplatz, Vaduz
  • 11. Mai, 9 bis 12 Uhr: Lindaplatz, Schaan
  • 11. Mai, 14 bis 17 Uhr: Zentrum, Eschen
  • 18. Mai, 9 bis 12 Uhr: Dorfplatz, Schellenberg
  • 18. Mai, 14 bis 17 Uhr: Fabrik-Areal beim Gasometer, Triesen
  • 25. Mai, 9 bis 12 Uhr: Gemeindezentrum, Balzers
  • 25. Mai, 14 bis 17 Uhr: Dorfplatz, Triesenberg
  • 8. Juni, 9 bis 12 Uhr: Grossabünt, Gamprin
  • 8. Juni, 14 bis 17 Uhr: Dorfplatz beim Drei-Schwestern-Haus, Planken
  • 15. Juni, 9 bis 12 Uhr: Gänsenbach (bei Post), Mauren
  • 15. Juni, 14 bis 17 Uhr: REC-Parkplatz, Ruggell
(mw)

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