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Kandidat Luca Hogge während den letzten Minuten der Generalprobe. (Fotos: Michael Wanger)
Vermischtes
Liechtenstein|19.05.2019

Generalprobe dient als Standortbestimmung

VADUZ - Nach vier Tagen des Wettkampfs, endete am Samstag die Generalprobe der «WorldSkills» in Vaduz. Auch wenn die Arbeit an den Kräften zehrte, blieben die Kandidaten bis zur letzten Minute konzentriert.

Kandidat Luca Hogge während den letzten Minuten der Generalprobe. (Fotos: Michael Wanger)

VADUZ - Nach vier Tagen des Wettkampfs, endete am Samstag die Generalprobe der «WorldSkills» in Vaduz. Auch wenn die Arbeit an den Kräften zehrte, blieben die Kandidaten bis zur letzten Minute konzentriert.

Als die Wettkampfbedingungen am vierten Tag der Generalprobe endlich ein Ende nahmen, zeigte sich IT-Kandidat Luca Hogge sichtlich erleichtert.

«Ihr habt in den vergangenen Tagen gut durchgehalten. Gebt heute also nochmal alles», riefen die Malerexperten ihren Kandidaten zu, als sie den letzten Teil ihrer Arbeit in Angriff nahmen. Motiviert machte sich auch Netzwerk- und Systemadministrator Luca Hogge erneut ans Werk: «Wenn mir während der Generalprobe eines gelungen ist, dann, dass ich jeden Tag von Neuem mit Motivation und Kraft starten konnte. Und das unabhängig davon, wie es mir am Vortag ergangen ist.» Diese Überzeugung schien sich auch auf die Leistung von Hogge auszuwirken, wie sein Experte, Stefan Wachter, gegenüber dem «Volksblatt» bestätigte. «Luca hat gestern gute Arbeit geleistet. Zwar durfte er Notizen verwenden, was den Auftrag etwas erleichterte. Die heutige Aufgabe kennt er jedoch nicht. Er schlägt sich bislang aber sehr gut», erklärt Wachter. Dennoch müsse sich Hogge bewusst sein, dass er für die «WorldSkills» in Kazan unbedingt noch an seinem Tempo arbeiten muss.

Die Zeit sei auch für Software-Applikations-Kandidat Dominik Manser nach wie vor eine Herausforderung gewesen, erklärte Experte Riccardo Somma. Er müsse in den kommenden Monaten unbedingt noch schneller werden. «Erfreulich ist hingegen, dass seine Arbeit bislang einwandfrei ist», so Somma.

Schädler mit zwei weiteren Patienten

Bereits wie in den Tagen zuvor, musste Lena Schädler, Fachfrau Gesundheit (FaGe), am Samstag erneut zwei Testpatienten betreuen. Eine davon, «Frau Vogt», war nach einer Operation am Blinddarm in der Dusche gestürzt und konnte ihren linken Fuss nicht mehr belasten. Schädler musste bei der Testperson eine Wundkontrolle durchführen und diese zum Thema Sturzprävention beraten. Der zweite Auftrag lautete, «Simon», einem 25-jährigen Mann mit einer chronischen Nierenerkrankung und Diabetes Typ A die selbstständige Urinprobe beizubringen und ihn über die Symptome von Nierenversagen aufzuklären.

Diesen Vorgang verfolgte CNC-Fräser Luzian Clavadetscher vom Zuschauerbereich aus mit. Clavadetscher hatte am Samstagvormittag nämlich Pause und verbrachte diese bei seinen Teammitgliedern in der Spoerryhalle. Erst am Nachmittag musste er in der Hoval das dritte und letzte Modul fräsen. Dieses hatte er bereits am Donnerstag programmiert.

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Lena Schädler (Fachfrau Gesundheit) musste am Samstag unter anderem eine Testpatientin behandeln, die nach einer Blind­darm-Operation in der Dusche gestürzt ist.

«Das Teamgefüge ist sensationell»

Teamleiter Giorgio Di Benedetto sei mit der Motivation und dem Zusammenhalt seines Teams sehr zufrieden: «Alle sind nach wie vor top motiviert und halten zusammen.» Sanitär- und Heizungsmonteur Nicola Batliner habe auch trotz der doppelten Belastung – da er bereits am Samstag für ein weiteres Training nach Kazan reiste – sehr ruhig und gewissenhaft gearbeitet. «Auch Lena bringt eine enorme Überzeugung an den Tag. Sie bereitet sich sehr sorgfältig auf jeden Tag vor», sagte Di Benedetto. Durchhaltewillen habe auch Malerin Desirée Ackermann gezeigt: «Desirée ist gesundheitlich stark angeschlagen. Ihre Knie schmerzen und es machen sich Anzeichen einer Grippe bemerkbar. Sie beisst aber durch und malt ihr Motiv zu Ende», so Di Benedetto.

Dennoch müssten die Kandidaten in den restlichen 95 Tagen bis zu den «WorldSkills» nochmals ordentlich nachlegen. Dies habe die Generalprobe in ihrer Funktion als Standortbestimmung nochmals klar gezeigt.

(mw)

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