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Bei den «WorldSkills» in Kazan treffen etwa 80 Nationen aufeinander. Dass sich dabei jeder in Englisch verständigen kann, sind mehrere hundert Übersetzer aus aller Welt vor Ort. (Foto: Michael Zanghellini)
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Liechtenstein|20.08.2019 (Aktualisiert am 20.08.19 14:51)

Die Rolle der internationalen Übersetzer

KAZAN - Auch wenn Englisch auch als Weltsprache bezeichnet wird, beherrscht sie noch lange nicht jeder. Um die Verständigungsschwierigkeiten an den «WorldSkills» zu überbrücken, haben die meisten Delegationen Übersetzer mit dabei.

Bei den «WorldSkills» in Kazan treffen etwa 80 Nationen aufeinander. Dass sich dabei jeder in Englisch verständigen kann, sind mehrere hundert Übersetzer aus aller Welt vor Ort. (Foto: Michael Zanghellini)

KAZAN - Auch wenn Englisch auch als Weltsprache bezeichnet wird, beherrscht sie noch lange nicht jeder. Um die Verständigungsschwierigkeiten an den «WorldSkills» zu überbrücken, haben die meisten Delegationen Übersetzer mit dabei.

Während bei den «WorldSkills» oftmals nur von den Kandidaten und Experten die Rede ist, gerät eine eher unscheinbare Gruppe von Helfern beinahe in Vergessenheit. Die Rede ist von den hunderten Übersetzern, die den jungen Berufsleuten und ihren Experten zur Seite stehen, wenn diese sprachlich einmal nicht mehr weiter wissen. Sie sind dazu da, um jedem Beteiligten die gleichen Voraussetzungen für den bevorstehenden Wettkampf zu schaffen. Manche Nationen haben für beinahe jeden einzelnen ihrer Berufe einen Übersetzer mitgebracht, während andere Übersetzer täglich für mehrere Berufe verantwortlich sind. Liechtenstein hat an den diesjährigen «WorldSkills» beispielsweise auch nur einen Übersetzer, der gleich für alle sechs Berufsfelder der Delegation zuständig ist.

Am Montag machte sich das «Volksblatt» auf dem Areal der Kazaner Expo auf die Suche nach Übersetzern aus aller Welt und wurde schnell fündig. Schnell stellte sich heraus, dass nur die Wenigsten dieser «Interpreter» in ihrer Heimat diesen Beruf tatsächlich auch ausüben. Oftmals sind es lediglich Personen, die sehr gut Englisch sprechen und sich aus Interesse bei den «WorldSkills»-Delegationen rund um den Globus als Übersetzer gemeldet haben. Es gibt aber auch jene, die in ihrer Tätigkeit während den 45. Berufsweltmeisterschaften eine Möglichkeit sehen, neue Menschen kennenzulernen. Andere wiederum bringen jahrelange Erfahrungen zum Wettbewerb mit und lösen ihre Grundaufgabe mit Leichtigkeit. Alles in allem geniessen die Übersetzer aber auch die einmalige Gelegenheit, an solch einem internationalen Grossanlass mitwirken zu können. Dementsprechend gehen sie auch offen auf ihre «Arbeitskollegen» zu, um sich gegenseitig auszutauschen. «Eine grosse Familie» nennen hier viele ihr Umfeld.

Umfrage: Welcher Arbeit gehen Sie in ihrer Heimat nach?

«In meiner Heimat bin ich Englischlehrerin in einer Berufsschule. Normalerweise spreche ich Kantonesisch.»

Hoi Yung May Wong, Übersetzerin aus Hongkong

«Ich übersetze beruflich in englischer und spanischer Sprache. Nebenbei plane ich Sportanlässe für russische Grossunternehmen wie Gazprom.»

Anastasia Anufrieva, Übersetzerin aus Russland

«Eigentlich komme ich aus der Unternehmenskommunikation. Somit bin ich mit Fremdsprachen, insbesondere Englisch, vertraut.»

Edgar Viera Inacio; Übersetzer aus Brasilien

«Ich bin ein Übersetzer aus Osaka. Ich bringe somit schon etwas Berufserfahrung an die ‹WorldSkills› in Kazan.»

Hideaki Fujii; Übersetzer aus Japan
(mw)

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