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Die Mannschaft ist am Sonntag wieder wohlbehalten zuhause angekommen. Sie wurde von zahlreichen Angehörigen, Freunden, Mitarbeitern und Bekannten willkommen geheissen. (Foto: ZVG / Tatjana
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Liechtenstein|02.09.2019 (Aktualisiert am 02.09.19 10:00)

Sie sind wieder da: «WorldSkills»-Delegation zurück zuhause

ESCHEN - Nach zwei Wochen Aufenthalt in Russland, ist die liechtensteinische «WorldSkills»-Delegation am Sonntag wieder zuhause eingetroffen. Bei der offiziellen Begrüssung lobten Bildungsministerin Hasler und Eschens Gemeindevorsteher Quaderer die Leistung und den Durchhaltewillen der Kandidaten.

Die Mannschaft ist am Sonntag wieder wohlbehalten zuhause angekommen. Sie wurde von zahlreichen Angehörigen, Freunden, Mitarbeitern und Bekannten willkommen geheissen. (Foto: ZVG / Tatjana

ESCHEN - Nach zwei Wochen Aufenthalt in Russland, ist die liechtensteinische «WorldSkills»-Delegation am Sonntag wieder zuhause eingetroffen. Bei der offiziellen Begrüssung lobten Bildungsministerin Hasler und Eschens Gemeindevorsteher Quaderer die Leistung und den Durchhaltewillen der Kandidaten.

Gespannt warteten Angehörige, Freunde, Mitarbeiter und weitere Bekannte auf dem Eschner Dorfplatz. Viele von ihnen hatten kleine Liechtenstein-Fähnchen dabei, manche sogar grosse Banner und Plakate. Dann, kurz nach 15 Uhr, war es dann soweit: Der Kleinbus mit der «WorldSkills»-Delegation fuhr auf dem Dorfplatz ein. Als Kandidat Nicola Batliner, «Bester der Nation», als erster den Bus verlässt, bricht die Menschenmenge in Applaus und Jubel aus. Bildungsministerin Dominique Hasler und Eschens Gemeindevorsteher Tino Quaderer nahmen die Kandidaten nach und nach in Empfang. Danach zogen sie der Reihe nach durch die wartende Menge und liessen sich erst einmal bejubeln.

Die «WorldSkills»-Delegation wurde bei ihrer Ankunft auf dem Eschner Dorfplatz von ihren Angehörigen, Freunden, Mitarbeitern und Bekannten emotional begrüsst. Allen voran: Dominique Hasler und Tino Quaderer.

Wie schon beim Schlusspfiff der 45. «WorldSkills» in Kazan vor einer Woche, spielten sich emotionale Szenen ab. Es war das grosse Wiedersehen, auf das sich alle Beteiligten schon lange gefreut hatten. Auch Bildungsministerin Hasler, war von den Emotionen auf dem Eschner Dorfplatz überwältigt, wie sich kurz darauf bei ihrer Ansprache zeigte: «Es war sehr berührend, euch hier in Eschen in Empfang nehmen zu dürfen. Besonders der Moment, als Expertin Katharina Lorenz-Klemm nach zwei Wochen ihren kleinen Jungen wieder in die Arme nehmen durfte, hat mich sehr mitgenommen», so Hasler. Sie sprach der gesamten Delegation ihre Glückwünsche aus. In den vergangenen zwei Wochen hätten sie eisern durchgehalten und sich international gemessen. Damit hätten sie sich zu Vorbildern gemacht. Vorbilder unsere Jugend, für unsere Wirtschaft aber auch zum Vorbild für unsere Zukunft, sagte Hasler.

Eine Vorbildfunktion hätten allerdings nicht nur die Kandidaten selbst, sondern auch das Land Liechtenstein, wie Gemeindevorsteher Quaderer sagte: «Liechtenstein ist ein Riese. Das gilt nicht nur für die ausserordentlichen Leistungen im Sport, sondern auch für die Berufsbildung.» An den Berufsweltmeisterschaften könne unser Land beweisen, was wirklich in unserer Berufsbildung steckt. «Hinter eurer Leistung steckt ein enormer Einsatz. Und auch wenn ihr dieses Mal keine Medaille gewinnen konntet, sind alle Teilnehmer Sieger», so Quaderer. «Wir wollen heute den hohen Standard unserer Berufsbildung und den Erfolg der ‹WorldSkills›-Delegation feiern.»

«Und auch wenn ihr dieses Mal keine Medaille gewinnen konntet, sind alle Teilnehmer Sieger.»

Tino Quaderer, Gemeindevorsteher von Eschen-Nendeln

Im Namen der liechtensteinischen Regierung überreichte Dominique Hasler sowohl den Kandidaten und den Experten als auch den Delegierten und Medienverantwortlichen ein Präsent. Die Erfahrungen, die insbesondere die sechs jungen Berufsleute in Russland und während der Vorbereitung gesammelt haben, würden nun wertvolle Auswirkungen auf ihr künftiges Leben haben. Sie zitierte die Aussagen der Kandidaten, die sie kurz nach Ende der Wettkämpfe geäussert hatten und gab ihnen einzeln motivierende Worte auf den Weg. Sowie zum Beispiel bei Kandidatin Lena Schädler (Fachfrau Gesundheit): «Lena, du hast gesagt, dass du bestimmt stolz auf deine Leistung sein darfst. Du hast den ganzen Wettkampf hindurch sorgfältig und beherrscht gearbeitet. Behalte das so bei, den besonders in der Arbeit mit Menschen ist das ein wichtiger Faktor», sagte Hasler.

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Die Rolle des Gastgebers Russland

«Jeder hat dafür gekämpft, dass die Mannschaft die optimalste Leistung erbringt», sagte der offizielle Delegierte, Stefan Sohler. Damit seien im Hintergrund auch der technische Delegierte Reto Blumenthal und der Teamleiter Giorgio Di Benedetto gemeint. Letzten Endes sei es aber schwierig gewesen, sich gegen die beiden «Übermachten» Russland und China – zumindest im Medaillenspiegel – zu behaupten. «Sowohl Russland als auch China hatten jeweils 63 Kandidaten in ihrem Team», so Sohler. «57 Medaillen gingen alleine an diese zwei Nationen. Das macht etwa drei Viertel aller Medaillen insgesamt aus.»

Die Gastgeber hätten sich aber auch intensiv auf die Berufsweltmeisterschaften vorbereitet, erklärte Sohler. Vor allem auch im Hintergrund hätte «WorldSkills»-Russland wichtige Arbeit in Sachen Berufsbildung geleistet. So habe die Organisation in den vergangenen Jahren zahlreiche Berufsschulen in Russland errichten lassen. Doch wie war all das möglich? «Die gesamte Staatsspitze Russlands stand hinter diesem Wettbewerb. Präsident Wladimir Putin, Premierminister Dmitri Medwedew aber auch die lokalen Politiker der Region Tatarstan waren dauernd vor Ort und verfolgten alles mit», sagte Sohler.

Nun beginnt wieder der Alltag

Ein Jahr lang hatten die sechs Kandidaten und ihre Experten praktisch auf ihre Freizeit verzichtet und widmeten sich voll und ganz dem Training für die «WorldSkills» in Kazan. Nun haben sie ihre Leistung endgültig vollbracht. Damit beginnt für sie womöglich schon heute wieder der gewöhnliche Alltag. Etwas herunterfahren konnten sie allerdings schon in Russland, denn in den Tagen zwischen dem Wettkampf und ihrer Rückkehr erholten sie sich in Kazan bei einem ungezwungenen Programm, wie zum Beispiel bei einer Bootsfahrt auf der Wolga.

(mw)

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