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Spielfreude bei den Proben. (Foto: Simona Specker)
Kultur
Region|28.02.2019

Kreative Kreisbewegung

Simona Specker kennen die meisten als Katharina Walser, die Protagonistin im «Deckelbad», jenem Film von 2014, der die administrative Versorgung thematisiert. Sie kann und macht weit mehr als nur Schauspiel.

Spielfreude bei den Proben. (Foto: Simona Specker)

Simona Specker kennen die meisten als Katharina Walser, die Protagonistin im «Deckelbad», jenem Film von 2014, der die administrative Versorgung thematisiert. Sie kann und macht weit mehr als nur Schauspiel.

Was sie macht, wenn sie nicht auf der Bühne oder vor der Kamera steht, ist immer kreativ. Bereits während ihrer Schauspielausbildung begann sie Regie zu führen. «Es ist vorteilhaft», sagt sie, «beide Seiten zu kennen und zu verstehen.» Ihre Erfahrung als Schauspielerin lässt sie, wenn sie Regie führt, nah bei den Leuten sein. Sie ist unter anderem Schauspielerin, Polygrafin, Cutterin, Regisseurin. Alles dreht sich um den Film. «Schon vor dem Deckelbad habe ich angefangen, mich für den Schnitt zu interessieren, danach hatte ich Zeit, es zu lernen. Ich will den Dingen auf den Grund gehen.» Eins hat zum anderen geführt. «Ich bewege mich im Kreis», sagt sie. Das bedeutet nicht, dass sie sich nicht von der Stelle bewegt. In ihrem Kosmos ist an fast jeder Stelle des Kreises ein kreativer Platz, den sie auffüllen kann.

Aktuell probt sie in Buchs mit der Theater Company das Stück «Gerüchte, Gerüchte …», welches Anfang März im Krempel aufgeführt wird. Die Theater Companie ist das Ausbildungstheater der Freilichtbühne Rüthi. Laientheater ist anders. Es ist auf seine Weise charmant. Das Publikum verzeiht Fehler. Wo Profis darüber hinwegspielen, werden Laien gern mal «ertappt». Das ist nicht schlimm, im Gegenteil. Und jeder Auftritt bringt sie weiter: als Persönlichkeiten und als Darsteller. Die Auftritte im Krempel helfen, die drei Jahre zwischen den Freilichtbühnen-Aufführungen zu überbrücken. Zum bestehenden Ensemble sind inzwischen auch Theaterneulinge gekommen, die sich nun langsam rantasten können, um später in Rüthi die nötige Professionalität zu zeigen. «Da ist so viel Freude und so viel Eifer, die wollen einfach spielen», sagt Specker.

Das Stück

«Gerüchte, Gerüchte …» heisst das Stück des Autors Neil Simon, welches gerade geprobt wird. Die geladenen Gäste treffen zur Feier des zehnten Hochzeitstages beim stellvertretenden New Yorker Bürgermeisters ein. Weder seine Gattin noch das Hauspersonal sind da. Der Gastgeber selber liegt angeschossen im Schlafzimmer. Die Anwesenden haben Angst um ihren guten Ruf. Keiner sagt die Wahrheit, lediglich Gerüchte verbreiten sich …

(sw)

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