Der Saxofonist Peter Lenzin veröffentlichte im Sommer ein neues Album und kletterte mit «Here & Now» auf Platz zwei der Schweizer Hitparade. (Foto: Michael Zanghellini)
Kultur
Region|27.08.2021

Peter Lenzin: Kein Tag ohne sein Saxofon

Schon als kleiner Junge verliebte sich der Rheintaler Musiker Peter Lenzin in das Saxofon. Seither gibt es keinen Tag, an dem er nicht spielt. Diesen Sommer hat er sein neues Album, «Here & Now», herausgebracht und sich fast an die Spitze der Schweizer Hitparade gekämpft.

Der Saxofonist Peter Lenzin veröffentlichte im Sommer ein neues Album und kletterte mit «Here & Now» auf Platz zwei der Schweizer Hitparade. (Foto: Michael Zanghellini)

Schon als kleiner Junge verliebte sich der Rheintaler Musiker Peter Lenzin in das Saxofon. Seither gibt es keinen Tag, an dem er nicht spielt. Diesen Sommer hat er sein neues Album, «Here & Now», herausgebracht und sich fast an die Spitze der Schweizer Hitparade gekämpft.

«fritig»: Mindestens zehn Saxofone jeglicher Art und Grösse zählen zu Ihrem Repertoire. Wie sind Sie damals überhaupt zum Saxofon gekommen?

Peter Lenzin: Ich habe als kleiner Junge im Fernsehen gesehen, wie Leute Saxofon spielen. Von da an wollte ich das auch. Entweder war es Max Greger oder Pepe Lienhard, bin mir aber nicht mehr sicher. Jedenfalls verliebte ich mich sowohl in die Optik als auch in den Klang. Die Kombination hat mir gut gefallen. Diese Leidenschaft ist bis heute sehr stark und ich möchte nichts anderes.

Sie haben dann später in Wien Klassik und Jazz sowie darstellende Kunst studiert. Heute sind Sie Vollzeitmusiker. Was tun Sie aber, wenn Sie gerade kein ein Saxofon in der Hand haben?

Einerseits versuche ich – wie andere Menschen auch – zu Hause aufzuräumen und zu waschen. Immerhin ist meine Frau nicht immer zu Hause. Diese Aufgaben teilen wir uns nämlich. Andererseits muss ich neben dem Musizieren auch wahnsinnig viel vorbereiten. Ich bin nicht nur Musiker, sondern auch mein eigener Manager. Alle meine Saxofone müssen instand gehalten werden, damit sie sauber spielen. Weiter muss ich auch meine CD zu promoten oder wenn ich an einem Konzert spielen darf, meine Buchungen koordinieren. Neben der Bühne passiert sehr viel.

Wie viel Zeit geht bei Ihnen allein fürs Saxofonspielen drauf?

Im Prinzip mache ich fast nichts anderes als zu Spielen. Ich muss mich oft zwingen, eine Pause zu machen und einfach mal nicht ans Saxofon zu denken. Wenn ich nach Hause komme, gehe ich zuerst in mein Musikzimmer, anstatt meiner Familie «Hallo» zu sagen. Es hat Vor- und Nachteile, einen Proberaum im Haus zu haben. Ich kann aber am besten abschalten, wenn ich für 30 bis 60 Minuten raus in die Natur gehe. Dann versuche ich an gar nichts zu denken.

Im Juni erschien Ihr neues Album «Here & Now». Damit sind Sie auf Platz zwei der Schweizer Hitparade geklettert. Schon recht cool, oder?

Das war ein tolles Erlebnis. Natürlich haben wir darauf hingearbeitet. Auch habe ich im Vorfeld meinen Fans und meinem Umfeld gesagt, dass ich eine neue CD veröffentliche. Ich dachte, ich bin irgendwo in der Hitparade zu finden, aber Platz zwei, das hat mich sehr gefreut und stolz gemacht.

Um was geht es in Ihren Songs auf dem neuen Album?

Ich habe den Titel für mich selber benutzt. Für mich war vor der Pandemie schon klar, «weniger isch me». Dieses Motto habe ich mir im Herbst 2019 selber gesetzt. Wenig später las ich genau das in einer Zeitung. Man solle das geniessen, was man hat. So kam ich auf den Titel «Here & Now» – und so klingen auch meine Songs. Wichtig war mir, dass die Songs alle positiv sind und auch Stimmen zu hören sind.

Sind weitere Projekte schon geplant?

Nein, momentan übe ich stetig am Saxofon und gebe Konzerte. Ich möchte nicht schon weiter, sondern jetzt meine neuen Songs geniessen und spielen. Es wäre völlig falsch, jetzt schon wieder weiterzumachen. Zuerst möchte ich in meine neue Musik eintauchen.

(um)

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