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Region|21.05.2019

Mythen um den heiligen Gerstensaft: Wahr oder falsch?

Vieles wird behauptet, doch stimmt es auch? Wir sind den Mythen rund um das Bier nachgegangen. 

Vieles wird behauptet, doch stimmt es auch? Wir sind den Mythen rund um das Bier nachgegangen. 

1. Bier sollte eiskalt getrunken werden
Bier schmeckt am besten, wenn es zwischen vier und fünf Grad Celsius serviert wird. Je nach Machart. Grosse Brauereien verbreiten allerdings den Irrglauben, Bier müsse eiskalt serviert werden. Warum? Eiskaltes Bier betäubt den Gaumen und schwächt den Geschmack des Gerstensafts. Das führt dazu, dass man immer mehr trinkt, weil das Bier wie Wasser schmeckt.

2. Lagerbier ist weniger geschmackvoll
So wie Ales sind auch Lagerbiere in abgeschwächten Versionen erhältlich. Lager mit intensivem Geschmack gibt es aber überall: Doppelbock, Rauchbier oder baltische Porterbiere sind voller Geschmack.

3. Dunkle Biere haben mehr Alkohol
Nur weil ein Bier dunkel ist, heisst das nicht, dass es mehr Umdrehungen hat. Sicher hat ein Indian Pale Ale deutlich mehr Prozente hat als ein Hafer-Stout.

4. Flaschenbier ist Dosenbier vorzuziehen
Über Jahrzehnte war das Flaschenbier ein Luxus der elitären Biertrinker, während das ­Proletariat den Gerstensaft aus Dosen schlürfte. Langsam aber sicher wandelt sich dieser Trend. Die extrem wichtige Entscheidung, in welchem Gefäss unser Hopfen serviert wird, kann mit einer simplen mathematischen Formel zusammengefasst werden: Bier + Sonne = Ekelig. Dosen halten die Sonneneinstrahlung ab.

5. Bier auf Wein
Hartnäckig hält sich die Ansicht, dass die Reihenfolge, in der der Alkohol getrunken wird, einen Einfluss auf den Kater am nächsten Morgen hat. Ausschlaggebend ist dafür jedoch nur die Menge des Alkohols.

6. «Ich mag kein Bier»
Wer das behauptet, hat die richtige Sorte noch nicht gefunden. Inzwischen gibt es in fast jeder Geschmacksrichtung mindestens ein Bier.

7. Altern verbessert den Biergeschmack
Viele Craft-Bier-Liebhaber haben einen Lager-Keller. Der Grundgedanke eines solchen Gerstenbunkers besagt, dass das dort gelagerte Bier mit den Jahren reift und leckerer wird. Das ist allerdings ein Irrglaube. Das kühle Blonde verändert lediglich seinen Geschmack, wird dadurch aber nicht zwangsläufig besser. Richtig gebrautes Bier ist perfekt zum Verzehr geeignet, sobald es abgefüllt wurde.

8. Dunkle Biere schmecken alle gleich
Dunkel ist kein Geschmack. Die Färbung des Biers verrät lediglich, dass ein gewisser Anteil Darrmalz oder gerösteter Malz verwendet wurde. Es sagt so gut wie nichts über seinen Geschmack, den Alkoholgehalt oder den Hopfen.

9. Bier macht dick
Die Behauptung, ein Bier hat so viele Kalorien wie eine komplette Mahlzeit? Unsinn! Ein Guiness hat beispielsweise nur vier Prozent Alkohol, ist leicht im Geschmack und hat sehr wenige Kalorien. Wissenschaftlich gesehen gibt es den Bierbauch gar nicht. Dass die im Bier enthaltenen weiblichen Pflanzenhormone dabei eine Rolle spielen, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Als gesichert gilt, dass der Bierbauch durch eine zu hohe Kalorienaufnahme entsteht, häufig gepaart mit Bewegungsmangel.

10. Bier ist ein perfektes Schlafmittel
Ein, zwei Bier vor dem Schlafengehen sollen für ruhigen Schlaf sorgen. Stimmt nicht! Bier fördert nur das Einschlafen, verkürzt allerdings die Dauer und führt nicht zum gesunden Tiefschlaf.

11. Bier regt die Milchproduktion an
Jein. Dieser Bier-Mythos stimmt nur für die alkoholfreie Variante. Eine gute Alternative für stillende Mütter ist Malzbier oder anders alkoholfreies Bier. Die Gerste im Bier fördert die Produktion von Prolactin, dem Hormon, das die Milchbildung anregt.

12. Konterbier hilft gegen Kater
Bier verhilft durch die Gefässerweiterung zu einer besseren Durchblutung, doch schon nach kurzer Zeit schrumpfen die Gefässe und der Schwindel kehrt zurück. Wassertrinken hilft gegen Kater.

(sw)

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