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(Foto: Simone Wald)
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Region|27.09.2019

DIY – Leere Büchsen upcyclen ist einfacher als gedacht

Leere Büchsen werden in grossen Mengen dem Recycling zugeführt. Das ist auch gut so, aber hin und wieder sind sie auch praktische Helfer. Und die kann man pimpen.

(Foto: Simone Wald)

Leere Büchsen werden in grossen Mengen dem Recycling zugeführt. Das ist auch gut so, aber hin und wieder sind sie auch praktische Helfer. Und die kann man pimpen.

Es gibt alles, alles zu kaufen, doch sobald man genaue Vorstellungen davon hat, was man kaufen möchte, bleibt die Suche erfolglos. So auch in diesem Fall: Das Bad ist in der ungewöhnlichen Farbkombination von hellgrauen Fliessen und einheitlich in blassem Lila gestrichenen Möbeln und Wänden gehalten. Es fehlen die passenden Bad-Accesoires. Google schlägt in 0,56 Sekunden 94 Millionen Webseiten vor ...

Erfolglose Suche

Farblich passend, formschön und praktisch sind viele Gefässe. Die Masterchallange besteht darin, identische Dosen mit und ohne Deckel zu finden. Auch die gibt es, aber grundsätzlich in Farben, die nicht passen. Eine Idee muss her, dann ein wenig wachsen und anschliessend nur noch umgesetzt werden.

Fündig geworden

Die Katzen brachten den Geistesblitz. Die Futterdosen haben genau die richtige Grösse für Wattestäbchen und Wattepads. Für die Haarbürsten muss eine grössere Dose her. Mangels eigenem Konsum musste die woanders beschafft werden. Am Werkhof hatten nette Mitmenschen ein Sortiment verschiedener Grössen sehr sauberer Dosen zum Recyclen dabei und teilten gern. Die Dosen, die mit einem Zugring geöffnet werden, können scharfe Kanten haben, aber nur dann, wenn der Deckel auf den letzten Millimetern hin und her gebogen wird.

Verletzungsgefahr

Deswegen muss die Dose in einem Zug und mit etwas «Schmackes» geöffnet werden, so bleibt der Rand heil. Vorsicht, wenn nachgefeilt werden muss, an dem dünnen Rand bildet sich immer wieder ein scharfer Grat. Es ist sicherer, zu warten, bis die Katzen wieder hungrig sind. Neue Dose –neue Chance.

Die perfekte Oberfläche

Staub- und fettfrei müssen die Dosen sein. Die grössere Herausforderung ist der Klebstoff, der das Etikett zusammenhält. Mit Brennspiritus lassen sich manche Klebstoffe lösen, bei den hartnäckigen bleibt nur der Griff zur Verdünnung. Handschuhe tragen und im Freien arbeiten! Für den dauerhaften Halt des farbigen Lackes sorgt eine Schicht Haftgrund. Im Baumarkt sind die Lacke für verschiedene Untergründe gut sortiert. Von innen beginnt nun das Ansprühen. Zu viel Farbe kann in den Rillen der Dose gut verlaufen, ohne die typischen Nasen zu bilden. Nach dem Trocknen werden Stangen in die Erde geschlagen, das können zum Beispiel Äste sein. Die Dosen kommen kopfüber darauf und werden so von aussen gleichmässig angesprüht.

Das Finish

Der Haftgrund muss nun gut durchtrocknen. Mit dem Farblack wird genauso gearbeitet wie mit dem Haftgrund. Passend zu den Fliessen haben die Büchsen eine graue Steinoptik erhalten – eine Schicht innen, zwei Schichten aussen. Interessant und irritierend ist der widersprüchliche Anblick einer «steinernen» Blechbüchse. Für das Verschönern der Oberfläche ist Google die ideale Fundgrube (übersichtliche 189 000 Ergebnisse). Von Serviettentechnik bis zu filigranen Verzierungen ist der Ideenpool unerschöpflich.

Und die Deckel?

Es gibt zum Glück hilfsbereite Menschen, die eine Dekupiersäge und Holzabfall besitzen. Ein solcher Mensch hat die Deckel hergestellt. Natürlich kann man die auch drechseln, hier wurden jedoch vier Holzscheiben ausgesägt, zwei entsprechen dem Aussendurchmesser, zwei dem Innendurchmesser. Je eine grosse und eine kleine Scheibe wurden miteinander verleimt. Schon nach dem Auftrag der ersten Lackschicht – restliche Farbe vom Anstrich ursprünglich nicht zusammenpassender Möbel – sieht man nicht mehr, dass es sich um zwei verleimte Scheiben handelt. Auf dem Holz muss dieser erste Anstrich geschliffen werden und der zweite hinterlässt eine schöne glatte Oberfläche.

Die Kosten

Die Sprühfarbe in Steinoptik hat 20 Franken gekostet, der Haftgrund die Hälfte. Beide Büchsen sind schätzungsweise noch zu zwei Dritteln gefüllt. Das Trinkgeld für die zwei Deckel aus Holzabfall waren zehn Franken. Somit haben die stimmigen, farblich passenden Bad-Accessoires 40 Franken gekostet, was angesichts der Preise beim Badausstatter durchaus im Budget liegt.

(sw)

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