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(Fotos: swissultra/(c) Katrin Meier)
Sport
Region|27.09.2019

10 Tage, 10 Ironmans

BUCHS - Es gibt viele Sportbegeisterte, die sich auf einen Marathon vorbereiten und 42,2 Kilometer am Stück laufen.

(Fotos: swissultra/(c) Katrin Meier)

BUCHS - Es gibt viele Sportbegeisterte, die sich auf einen Marathon vorbereiten und 42,2 Kilometer am Stück laufen.

Dann gibt es Sportler, die wollen noch mehr und bestreiten einen Ironman. Bekannt dafür ist die Schweizer Spitzensportlerin Daniela Ryf, die jedes Jahr erfolgreich einen solchen Wettkampf bestreitet, das heisst 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und zum Schluss noch eine Marathon-Strecke ablaufen. Nun, wem das nicht genug ist, der macht es einfach gleich zehn Mal nacheinander. Walter Eberle ist ein handicapierter Athlet aus der Schweiz lebt aber schon lange in Liechtenstein und absolvierte zum zweiten Mal so einen massiven Wettkampf. Erneut nahm er dieses Jahr beim Swissultra in Buchs teil und konnte diesen erfolgreich abschliessen. Doch was bringt einen dazu, bei einem solch wahnsinnig strengen und langen Wettkampf teilzunehmen? Walter Eberle hat darauf eine simple Antwort: «Ich bin ein Bewegungsmensch, bin gerne in der Natur und für mich ist das kein Muss. Ich habe den Plausch daran und sicher muss man auch kämpfen und einiges durchstehen, doch am Schluss überwiegt der Spass daran.» Durchhaltevermögen hat Walter Eberle, denn nach zehn Tagen hatte er zehn Mal je einen Ironman absolviert und schloss mit einem riesigen Lächeln im Gesicht ab. Vor 20 Jahren hatte er einen Gleitschirmunfall und verletzte sich dabei das Rückenmark, von da an sass Walter Eberle im Rollstuhl. Seine Lust auf Sport hat er aber nicht verloren und ist intensiv mit dem Handbike unterwegs. Seit vielen Jahren nimmt er an Wettkämpfen teil, Langdistanzen mit 300 und 500 Kilometern Distanzen gewechselt. Bald kamen noch grössere Herausforderungen wie beispielsweise ein Gigathlon dazu. Im Jahr 2017 folgte die erste Teilnahme beim Swissultra in Buchs, dabei bestritt er den 5-Tage Ironman. Zwei Jahre später stand er wieder am Start und doppelte nach, er bestritt den 10-Tage am Stück, denn Deca one per day, also 10 x 3,8 Kilometer Schwimmen, 10 x 180 Kilometer Radfahren und 10 x 42,2 Kilometer Laufen. Von den drei Disziplinen, die Walter Eberle absolvieren muss hat er eine Lieblingsdisziplin, die anderen zwei gehören einfach dazu: «Meine Paradedisziplin ist das Handbiken, denn das mache ich schon seit gut 20 Jahren. Schwimmen tu ich etwa gleich lange, aber nicht mit einem Neoprenanzug, das war schon eine Herausforderung. Mit dem Rennrollstuhl werde ich aber nie eng befreundet sein, dass ist ein Muss.» Grund dafür sei, dass der Rennrollstuhl ein sehr technisches Gerät ist, das mache es anspruchsvoll und es sei auch nicht gerade bequem zum drinsitzen. Dennoch hat er alle drei Disziplinen zehn Mal hinter sich gebracht und nie ans aufgegeben gedacht und das hat sich gelohnt. Nach zehn Tagen und 137:03,25 Stunden schloss Walter Eberle seinen bisher grössten Wettkampf ab.

(um)

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