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Region|03.03.2019

Brazilian Jiu-Jitsu: Kampfsport ohne Blessuren

Kursbeginn für Kinder und Erwachsene ist Anfang März in Buchs.

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Kursbeginn für Kinder und Erwachsene ist Anfang März in Buchs.

Rohy Batliwala, der als junger Mann alle möglichen Preise abgeräumt hat und – als Sahnehäubchen seiner Sportlerkarriere – unter anderem neben Michael Dudikoff für American Fighter auf dem Filmset stand, redet viel, nur nicht über sich selbst. Wer sich ernsthaft für ihn interessiert, muss ihn googlen.
Im Jahr 1985, nachdem er bei den wichtigsten Kampfsportgrössen weltweit gelernt hatte, kehrte er in die Schweiz zurück. Er gründete die erste Schweizer Thai-Boxschule und gründete 1987 den ersten Thai-Boxverband des Landes. Seit 1994 lebt und unterrichtet er in Buchs. Vier aktuelle Europameister, Robin Wildhaber, Ed Palt, Pascal Kessler und Dino Topic, hat er ausgebildet.

Kursbeginn am 5. und 6. März

Im vergangenen Jahr hat er erstmals Kurse für Kinder angeboten, in denen weder geschlagen noch geboxt wird und sofort regen Zulauf gehabt. Anfang März werden wieder neue Kurse in Brazilian Jiu Jitsu (BJJ) beginnen; für Kinder und Erwachsene. BJJ ist eine Weiterentwicklung des traditionellen japanischen Jiu Jitsu. Das Besondere dieses Sports: Er kommt gänzlich ohne Schläge aus und ist dennoch die effektivste Möglichkeit der Selbstverteidigung. Dem Brazilianer Royce Gracie verdankt BJJ seine Popularität, nachdem der bei den Ultimate Fighting Championships (Kämpfe fast ­ohne Regeln) alle seine Gegner zum Aufgeben zwang.
Kinder sollen nicht schlagen
Batliwala spricht über die vier Aspekte einer Kampfsportausbildung.
Der körperliche Aspekt: Dazu gehören Falltechniken, die so in Fleisch und Blut übergehen, dass sie den Kindern ein Leben lang bleiben und nutzen. Und mit dem Training erreichen die Kinder ein Koordinationsgefühl, was sie in kaum einer anderen Sportart so intensiv trainieren können.
Der mentale Aspekt: Die körperlichen Grenzen werden spielerisch erfahren, die Kinder lernen sich selbst und ihre Möglichkeiten oder Grenzen kennen. Das Ergebnis ist die viel zitierte mentale Stärke.
Der kämpferische Aspekt: Die Kinder sind im Laufe der Ausbildung immer besser in der Lage, sich selber zu verteidigen – und das, ohne ein einziges Mal zuzuschlagen.
Der sportliche Aspekt: Es gibt Wettkämpfe und immer die Chance auf einen Sieg. Aber der Unterlegene, der zwar seine Niederlage verarbeiten muss, trägt keine blauen Flecke oder schlimmere Blessuren davon.

Ein Sport für alle

BJJ hilft zum einen, schüchternen oder ängstlichen Kindern ein grosses Selbstvertrauen aufzubauen. Zum anderen werden Kinder ohne jegliche Angst – von denen gibt es immer mehr – auf den Boden der Tatsachen gebracht, indem sie, wie oben beschrieben, die Grenzen des eigenen Körpers kennenlernen. In den Städten ist der Sport auf dem Vormarsch. «Es ist ein befriedigender Sport, und es ist ein intelligenter Sport», so Batliwala. «Und gleichzeitig mit dem Kurs für Kinder beginnt ein Kurs für Erwachsene. Die wissen zu schätzen, was es heisst, sich beim Kampf auszupowern, ohne am nächsten Tag im Geschäft Verletzungen erklären zu müssen.»(sw)

(sw)

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