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Region|25.02.2019 (Aktualisiert am 25.02.19 09:19)

Sennwald revitalisiert Binnenkanal

SENNWALD - In Sennwald soll der Werdenberger Binnenkanal auf einer Länge von 3,2 Kilometern revitalisiert werden. Im Fokus steht dabei gemäss einer Mitteilung des Werdenberger Binnenkanal Unternehmens die Hochwassersicherheit sowie die Strukturvielfalt und Aufwertung des Naherholungsgebiets.

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SENNWALD - In Sennwald soll der Werdenberger Binnenkanal auf einer Länge von 3,2 Kilometern revitalisiert werden. Im Fokus steht dabei gemäss einer Mitteilung des Werdenberger Binnenkanal Unternehmens die Hochwassersicherheit sowie die Strukturvielfalt und Aufwertung des Naherholungsgebiets.

Der Werdenberger Binnenkanal ist über 130 Jahre alt und muss saniert werden. Um das Gewässer nachhaltig zu entwickeln, wurde über die ganze Länge von 19 Kilometern ein Gewässerentwicklungskonzept erarbeitet, heisst es weiter. "Dieses dient uns als Grundlage für die zu treffenden Massnahmen", wird Beat Tinner, Präsident des Werdenberger Binnenkanal Unternehmen, zitiert.

Die Projektidee des 3,2 Kilometer langen Teilabschnitts zwischen dem Gebiet Herbrig und Schluch wurde kürzlich an einer Informationsveranstaltung den betroffenen Grundeigentümern in Sennwald vorgestellt. Dabei handle es sich nicht um ein fertig erarbeitetes Projekt, sondern erst um einen möglichen Lösungsansatz. "Mit der Erstinformation der Betroffenen wollen wir Inputs und allfällige Ängste abholen, sowie Chancen erkennen, die wir in die Erarbeitung des Vorprojekts einfliessen lassen", so Tinner. Die Gemeinde Sennwald habe bereits in einem frühen Stadium zu erkennen gegeben, dass sie der Renaturierung positiv gegenüber steht.  

Hochwassergefahr und ökologisch beeinträchtigt

Gemäss Projektplaner Dominik Wäger weist der heutige Werdenberger Binnenkanal baulich, hydraulisch wie auch ökologisch starke Defizite auf. Wie die Überschwemmungen der letzten Jahre im Industriegebiet in Sennwald zeigen würden, sei dringender Handlungsbedarf vorhanden. Ökologisch gesehen sei der Binnenkanal ein stark beeinträchtigtes Fliessgewässer, das im ganzen Abschnitt dieselbe Breite und dieselbe Böschungsstruktur aufweist. Hinzu kommt gemäss Mitteilung, dass die Gewässerraumbreite heute 25 Meter beträgt und nach eidgenössischen Vorgaben 72 Meter breit sein müsste.

Baubeginn frühestens in vier Jahren

Erste Projektideen sind, dass die Böschungen abgeflacht werden, die Sohlenbreiten, Tiefen und Fliessgeschwindigkeiten unterschiedlich gestaltet werden und so die Gewässerdynamik gefördert wird. Zudem ist gemäss Mitteilung die Absenkung des linken Ufers geplant.

Bis die Bagger auffahren, gibt es jedoch noch unzählige Detailarbeiten zu erledigen und Herausforderungen zu meistern. Die Planungszeit unter Einbezug der Grundeigentümer, Verbände und Interessensvertreter dürfte vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Die Bauphase danach ein gutes Jahr. Als nächster Schritt wird ein Vorprojekt samt Gewässerraumplan erarbeitet, welches zur Vernehmlassung an die verschiedenen Behörden, Interessensvertreter und Grundeigentümern geht.

(red/pd)

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