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So schön sieht der Binnenkanal aus, wo die Renaturierung abgeschlossen ist. (Foto: Instagramm/Nicole Lichtensteiger)
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Region|10.03.2019

Attraktiver Hochwasserschutz

Der Werdenberger Binnenkanal, das sind fast 30 Bäche, die gemeinsam dem Rhein zugeführt werden, um Überschwemmungen zu vermeiden. Auf einer Länge von 19 Kilometern ist der Binnenkanal schnurgerade und einheitlich. Die Natur profitiert davon nicht.

So schön sieht der Binnenkanal aus, wo die Renaturierung abgeschlossen ist. (Foto: Instagramm/Nicole Lichtensteiger)

Der Werdenberger Binnenkanal, das sind fast 30 Bäche, die gemeinsam dem Rhein zugeführt werden, um Überschwemmungen zu vermeiden. Auf einer Länge von 19 Kilometern ist der Binnenkanal schnurgerade und einheitlich. Die Natur profitiert davon nicht.

Das soll sich nun ändern. Mehr als drei Kilometer sollen renaturiert werden. Zwischen den Gebieten Herbig und Schluch in der Gemeinde Sennwald soll eine ­Renaturierung für Hochwasserschutz sorgen, Jost Wey (1843– 1908), der Planer und Erbauer des Binnenkanals, hatte das Ziel, das Wasser aus den Bergen auf schnellstem und kürzestem Weg in den Rhein zu leiten, um mit Rückstaus einhergehende Überschwemmungen zu verhindern. Ökologische Aspekte spielten damals, vor über 130 Jahren, keine Rolle.

Genormter Abfluss

Der Binnenkanal hat auf seiner ganzen Länge eine einheitliche Böschungsneigung, eine einheitliche Breite und eine einheitliche Tiefe. So bleibt die Fliessgeschwindigkeit immer gleich, ökologisch eine starke Beeinträchtigung. Im Sennwalder Industriegebiet ist die Hochwassersicherheit nicht gegeben. Die Abflussmenge von 6,9 Kubikmetern pro Sekunde stieg in den Jahren 2016 und 2017 bis auf 100 Kubikmeter. Ein sogenanntes Jahrhunderthochwasser könnte mit einer Abflussmenge von 120 Kubikmetern schnell zu einem Wasserstand von eineinhalb Metern im Industriegebiet führen.

Grünes Licht aus Sennwald

Die Gemeinde Sennwald ist mit der Renaturierung einverstanden. Allerdings wolle man auf die Grundwasserpumpe verzichten. Nun beginnt die detaillierte Planung. Erste Ideen gibt es. Die ­Gewässerdynamik kann durch flachere Böschungen und durch unterschiedliche Sohlebreiten und Tiefen gefördert werden. Neben dem Hochwasserschutz wird so auch weiterer Naherholungsraum geschaffen, die Biodiversität profitiert. Bis es so weit ist, gehen allerdings noch ein paar Jahre vorbei. Die Erarbeitung eines Gewässerraumplanes, Planungszeit, Bauphase. Vielleicht 2025?

(sw)

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