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Dini Chance
Region|12.09.2019 (Aktualisiert am 12.09.19 15:21)

Im Kindergarten Lütisburg heisst es nicht nur Frau, sondern auch Herr

LÜTISBURG - Am ersten Kindergartentag lernt man nicht nur seine neuen «Gspänli» kennen, sondern auch die Lehrperson. Christian Zehnder ist Kindergärtner mit Leidenschaft und hat uns in der Sonderbeilage «Dini Chance» aus seinem Alltag erzählt. 

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LÜTISBURG - Am ersten Kindergartentag lernt man nicht nur seine neuen «Gspänli» kennen, sondern auch die Lehrperson. Christian Zehnder ist Kindergärtner mit Leidenschaft und hat uns in der Sonderbeilage «Dini Chance» aus seinem Alltag erzählt. 

Es gibt aber auch ein paar Kindergärtner, die mit den Kleinsten in die Schullaufbahn starten. Einer, der diesen Beruf ausübt und bis heute eine grosse Freude daran hat, ist Christian Zehnder. Für diesen Beruf entschieden hat er sich vorwiegend wegen den Kindern: «Ich arbeite gerne mit Kindern zusammen.» Anfangs war für Christian Zehnder aber nicht wirklich klar, was aus ihm werden sollte, doch als es in der Sekundarschule darum ging, in verschiedene Berufe hineinzuschnuppern, nahm er auch den Beruf Kindergärtner unter die Lupe. Von da an war es Christian Zehnders Ziel, eines Tages Kindergärtner zu werden. Im Kindergarten ist kein Tag wie der andere und das liege nicht nur daran, dass die Lehrpersonen verschiedene Lektionen vorbereiten, sondern auch an den Kindern: «Mein Beruf ist spielerisch und fantasievoll. Die Kinder sind motiviert, offen und neugierig. Sie bringen ihre kreativen Ideen ein und erzählen gerne von ihren Erlebnissen.

«Mein Beruf ist spielerisch und fantasievoll. Die Kinder sind motiviert, offen und neugierig. Sie bringen ihre kreativen Ideen ein und erzählen gerne von ihren Erlebnissen.»

So wie die Kinder meist nur von Frauen umgeben sind, weil eben meist nur Frauen diesen Beruf ausüben, so geht es auch Christian Zehnder. Für ihn sei das aber schon lange normal, denn bereits im Studium waren mehrheitlich Frauen anzutreffen. Für Christian Zehnder wäre es aber auch mal spannend, wenn er sich ab und an mit einem Mann über den Beruf und Alltag eines Kindergärtners austauschen könnte. Missen will er aber den Austausch mit seinen Kolleginnen nicht, denn auch das sei sehr wertvoll und er sei sehr zufrieden mit dem gesamten Arbeitsumfeld. Ob es tatsächlich am Beruf selbst liegt, dass es viele davon abhält, Kindergärtner zu werden, oder ob es vielleicht immer noch an den Vorurteilen unserer Gesellschaft liegt, welche Männer in diesem Beruf skeptisch gegenübersteht, da ist er sich nicht sicher. Auf jeden Fall aber möchte Christian Zehnder alle Männer ermutigen, die diesen Beruf ausüben möchten. Für Christian Zehnder hat das zweite Jahr als Kindergärtner begonnen. Besonders im ersten Jahr spürte er noch Skepsis: «Letzten Sommer bin ich mit meiner ersten Kindergartenklasse gestartet. Vor den Ferien war der Schnuppernachmittag für die neuen Kindergartenkinder. Da habe ich gemerkt, dass die Eltern schon eher zurückhaltend und noch etwas skeptisch waren. Doch schon kurz nach dem Start hat sich diese Haltung gewandelt und die Eltern waren mehrheitlich positiv eingestellt.» Der Eintritt in den Kindergarten ist für jedes Kind ein grosser Schritt: «Mir liegt es am Herzen, die Kinder dabei zu unterstützen und ihnen so einen guten Start in ihre Schullaufbahn zu ermöglichen.»

(um)

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