Fabian Rhyner, Präsident des Einwohnerverein Rans, liegt das Dorfleben von Rans sowie die Menschen am Herzen. Auch in Zukunft sollen attraktive Anlässe Rans vorwärtsbringen. (Foto: Michael Zanghellini)
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Region|17.12.2021 (Aktualisiert am 17.12.21 08:26)

Rans: Ein kleiner Seveler Ortsteil mit viel Leben

Eigentlich ist Rans ein unscheinbarer Ort. Er liegt zwischen Buchs und Sevelen und hat gut 500 Einwohner. Dennoch erlangte er schon mehrere Male mediale Aufmerksamkeit. Dies wegen seines Steinbruchs und dem nicht entstandenen Hotel Bad Rans.

Fabian Rhyner, Präsident des Einwohnerverein Rans, liegt das Dorfleben von Rans sowie die Menschen am Herzen. Auch in Zukunft sollen attraktive Anlässe Rans vorwärtsbringen. (Foto: Michael Zanghellini)

Eigentlich ist Rans ein unscheinbarer Ort. Er liegt zwischen Buchs und Sevelen und hat gut 500 Einwohner. Dennoch erlangte er schon mehrere Male mediale Aufmerksamkeit. Dies wegen seines Steinbruchs und dem nicht entstandenen Hotel Bad Rans.

Wer auf der 80er-Strecke von Buchs nach Sevelen fährt und nach rechts blickt, sieht nach Rans. Rans ist ein Ortsteil, der zur Gemeinde Sevelen gehört. Er ist eigen und doch nicht eigen, wie Fabian Rhyner, Präsident des Einwohnervereins Rans, sagt: «Wir haben unsere eigenen Anlässe, wir sind Ranser, gehören dennoch voll und ganz zur Gemeinde Sevelen.» Der Einwohnerverein sorge dafür, dass das Dorfleben und die Kultur aufrechterhalten bleiben.

Der Verein wurde jedoch aus einem ganz anderen Grund ins Leben gerufen: Oberhalb von Rans gibt es einen stillgelegten Steinbruch. Abgemacht war, dass dieser bis 1995 bestehen darf. Er wurde aber erst 1998 tatsächlich geschlossen. Die Verantwortlichen wollten den Steinbruch wieder in Betrieb nehmen, doch dagegen wehrten sich die Ranser und gründeten den Einwohnerverein. Der Lärm, Dreck und die Fahrerei der Lastwagen durch das Dorf war lästig. «Der Verein wurde gegründet, um gegen den Steinbruch zu kämpfen. Er mobilisierte die Ranser, damit auch Geld zur Verfügung stand. Somit konnte der Verein einen Anwalt engagieren. Der Fall ging bis vor Bundesgericht. Die Einwohner bekamen recht. Seither ist der Steinbruch stillgelegt», erzählt Rhyner.

Eine grosse Familie

In Rans kennt man sich. Rhyner winke jedem Mitbürger zu. Dies sei schön und mache vor allem auch die Organisation der Anlässe einfach: «Die Ranser greifen sich gegenseitig unter die Arme. Zusammen am Tisch zu sitzen und über Gott und die Welt zu sprechen, macht es eben aus.» Das Ranserfest, ein Strassenfest für Jung und Alt, ist seit vielen Jahren ein wichtiger Termin in der Agenda. Auch pflegen die Ranser seit Langem die Tradition vom «Altjohrusschella». So wird auch in Sevelen das alte Jahr verabschiedet. Laut Rhyner gibt es aber auch modernere Anlässe: «Dieses Jahr organisierten wir zum ersten Mal eine Ostereiersuche für die Kinder. Das kam super an. Auch ein ‹Samichlaus› war zum ersten Mal im Ort unterwegs.»

Rhyner ist 1989 geboren, wuchs in Rans auf, wohnt inzwischen aber in Sevelen. Bis heute kehrt er immer wieder gern in sein Elternhaus ein. Wer von zu Hause auszieht, müsse in der Regel auch den Ort verlassen, denn viel Wohnraum gebe es in Rans nicht. Dennoch habe sich das Dorfbild in den letzten Jahren verändert. «Einige alte Gebäude mussten für neue weichen. Es entstanden gar neue Quartiere. Wie überall ist es auch bei uns der Fall, dass die Gemeinde wächst», so Rhyner. Das geplante Hotel mit Therme kam bei den Ransern gut an. Das ehemalige Bad Rans mit Bad und einer Quelle musste jedoch weichen. Doch das Hotel kam nie. «Dafür haben wir heute die Cantina, ein Restaurant für jeden», sagt Rhyner. Dabei sei sie anfangs für Arbeiter gedacht gewesen.

(um)

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