Volksblatt Werbung
Hans Lutziger, Ruedi Frick und Kurt Willi sind ein Teil des Verein «Pro Gonzenbergwerk». Mit Witz und Wissen führen sie die Besucher durch die Stollengänge des Gonzenbergwerks. (Foto: Ursina Marti)
Kultur
Schweiz|22.10.2021

In den Gängen des Gonzen

Bis 1966 wurde im Gonzen Bergwerk gearbeitet. In einem Stollenlabyrinth von über 90 Kilometern Länge wurden Erze wie Hämatit, Magnetit und Hausmannit gefördert. Nun haben seit dem Jahr 1983 Besucher die Möglichkeit, mit dem «Bergwerkzügli» hinein, in den Gonzen zu fahren.

Hans Lutziger, Ruedi Frick und Kurt Willi sind ein Teil des Verein «Pro Gonzenbergwerk». Mit Witz und Wissen führen sie die Besucher durch die Stollengänge des Gonzenbergwerks. (Foto: Ursina Marti)

Bis 1966 wurde im Gonzen Bergwerk gearbeitet. In einem Stollenlabyrinth von über 90 Kilometern Länge wurden Erze wie Hämatit, Magnetit und Hausmannit gefördert. Nun haben seit dem Jahr 1983 Besucher die Möglichkeit, mit dem «Bergwerkzügli» hinein, in den Gonzen zu fahren.

1 / 9

Angekommen beim sogenannten Hauptbahnhof, geht es zu Fuss weiter. Auf den normalen Führungen, kann in einer oder zweieinhalb Stunden, ein kleiner Teil des riesigen Bergwerks bestaunt werden. Wer noch mehr Abenteuer will, der kann sich für die grosse Führung anmelden und in dreieinhalb Stunden auf dem Rundgang von weiteren zwei Kilometern durch den Stollen, über Fahrungen, Galerien und Bremsberge, vorbei an Abbaufeldern, Silos, Gerätschaften bis zur Galerie fünf, die sich genau 85 Meter über dem Hauptbahnhof befindet. Wer nun noch mehr will, der sollte sich für die 1-Tagesführung anmelden: Noch weiter hinein und zu sehen bekommt man unter anderem den Roll-Silo-Abbau. Zwischendurch gibt es Pausen und Verpflegung, danach geht es weiter zum Abbau im Steinlager, zum Bremsberg 724 und zum Wasserreservoir. Machen Sie sich gefasst auf eine abenteuerliche Sechs-bis sieben-Stunden-Wanderung. Und wem das immer noch nicht genug ist, da kann das Bergwerk noch einen drauflegen. Auf der 2-Tagesführung steht im Mittelpunkt das Bergwerk der Jahre 1920–1953, nämlich die Nausgrube, welche mit dem Übertagezentrum, bestehend aus zwei Knappenhäusern, Kompressorenstation, Werkstätten und Seilbahn-Bergstation ihre Blüte erlebte. Zu Höchstzeiten arbeiteten 380 Männer aus dem Sarganserland und Werdenberg im Bergwerk. Die Gänge, Maschinen und Werkzeuge geben den heutigen Besuchern die Möglichkeit, ein bisschen in die Welt des Bergbaus im Gonzen einzutauchen.

(um)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Artikel teilen

Nächster Artikel
Kultur
Schweiz|22.10.2021
UNESCO-Welterbe in der Schweiz kurz und bündig in Videos erklärt
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2017, Alle Rechte vorbehalten.
Volksblatt Werbung