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So sieht es aus, wenn die Technik entscheidet, wer Vorfahrt hat. (Bild: SSI)
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Schweiz|08.03.2019 (Aktualisiert am 08.03.19 15:06)

Der lange Weg zum vollautonomen Fahren

Die ersten Prototypen, die autonom fahren, sind vielversprechend, zeigen aber – teilweise schmerzhaft – auf, wo die Grenzen verlaufen.

So sieht es aus, wenn die Technik entscheidet, wer Vorfahrt hat. (Bild: SSI)

Die ersten Prototypen, die autonom fahren, sind vielversprechend, zeigen aber – teilweise schmerzhaft – auf, wo die Grenzen verlaufen.

Eine Prognose geht von 2,4 Prozent autonom fahrenden Neufahrzeuge auf Autobahnen im Jahr 2024 aus, bei optimistischer Schätzung. Bis es auch in der Stadt klappt, gehen möglicherweise zehn weitere Jahre ins Land. Um autonom von Tür zu Tür zu kommen, müssen Autokäufer bis 2040 warten. Bis dahin werden immer leistungsfähigere Assistenzsysteme den Markt erobern.

Datensammlungen

Auf dem BMW-Campus in der Nähe von München werden Bilder und Daten, die von Testfahrzeugen im Raum München gesammelt werden, zusammengetragen. Das ist ein erster Schritt, um autonomes Fahren überhaupt erst möglich zu machen. Die Autos der Zukunft müssen «verstehen» können, was sie «sehen».

Ampeln, Kameras und WLAN

Siemens hat eine Teststrecke, welche digitale Infrastruktur abbildet. Bislang fährt dort ein Auto sehr langsam, aber vollautonom, auf einer überschaubaren Strecke, die einzigen Hindernisse sind Fussgänger. Die Zukunft liegt im Zusammenspiel von Ampeln und Kameras, die über WLAN kommunizieren.

Vernetzte Mobilität

Sogenannte Car-to-X-Systeme werden am Genfer Autosalon bereits präsentiert. Erste Modelle sind schon für Car-to-X-Technologie vorbereitet. Das heisst: Sie kommunizieren – wo es möglich ist – mit Ampeln an Kreuzungen oder mit anderen Fahrzeugen, die entsprechend ausgerüstet sind. Car-to-Car, oder kurz C2C, gibt es schon. Auf der A 9 in Deutschland sind Lkws im Konvoi unterwegs, um C2C zu testen. Car-to-X, C2X, muss auch mit allen anderen Dingen kommunizieren oder diese identifizieren.

Das Henne-Ei-Problem

Die potenzielle Ausrüstung eines Fahrzeuges mit einer C2C-Technik ist teuer. Die ersten Kunden dieser Technik werden aber kaum andere Fahrzeuge antreffen, die im Ernstfall mit ihnen kommunizieren können, sodass sich diese Investition für die ersten Kunden möglicherweise nie auszahlen wird. Studien haben ergeben, dass oft mindestens 10 bis 15 Prozent aller Fahrzeuge im Verkehr mit der C2C-Technik ausgerüstet sein müssen, damit das System überhaupt sinnvoll eingesetzt werden kann.

(sw)

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